IKP
09.07.2019

Mehrschichtverpackungen: innovativ und nachhaltig

BASF, Borealis, Südpack und Zott stellen Prototypen einer Lebensmittelverpackung aus 100 Prozent recyceltem Material vor

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Mehrschichtverpackungen sichern dank ihrer Produkteigenschaften zuverlässig Qualität und Frische von Lebensmitteln. Sie bieten Produktschutz und Hygiene und verlängern damit die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Dies ist auch vor dem Hintergrund der Welternährung bedeutsam: Denn ein Drittel der weltweiten Lebensmittel verderben, bevor sie den Konsumenten erreichen. Mit intelligenten Verpackungslösungen durch Mehrschichtverpackungen kann diese unnötige Verschwendung eingedämmt werden.

Mehrschichtverpackungen sind nachhaltig: sie kommen mit wenig Material aus und lassen sich jetzt aus chemisch recyceltem Material herstellen.

„Moderne Folienverpackungen bestehen aus mehreren Materialien und Schichten mit verschiedenen Eigenschaften, wie zum Beispiel eine Sauerstoffbarriere. Sie sind Hightech. Und durch den optimierten Materialeinsatz konnten wir das Volumen der Verpackungen auf ein Mindestmaß reduzieren“, so Johannes Remmele, Geschäftsführer von Südpack.

Mehrschichtverpackungen bestehen aus bis zu elf einzelnen sehr dünnen Schichten. Dadurch sind sie deutlich leichter und dünner als vergleichbare Verpackungen. Das spart nicht nur eingesetzte Rohstoffe, sondern trägt auch zu erheblichen Einsparungen von CO2-Emissionen beim Transport bei. Mehrschichtverpackungen sind dadurch deutlich ressourceneffizienter als ihre Alternativen.

Mehrschichtverpackungen gelten allerdings nur als eingeschränkt recyclingfähig, da mechanische Recyclingverfahren nicht für Verbundmaterialien geeignet sind. „Im Rahmen des Projektes ,ChemCycling‘ arbeiten wir bei BASF darum daran, das chemische Recycling von Kunststoffabfällen voranzubringen, da über diesen Prozess bisher nicht recycelte Kunststoffe, wie etwa Mischkunststoffe, wiederverwertet werden können. Nun haben wir erstmals mit Partnern eine Prototypenverpackung aus chemisch recyceltem Polyamid und Polyethylen hergestellt. Damit haben wir gezeigt, dass der Kreislauf auch für Mehrschichtverpackungen schon bald geschlossen werden könnte“, erklärt Christoph Gahn, zuständig für das Polyamidgeschäft bei BASF.

Möglich wurde dieses Pilotprojekt durch die Zusammenarbeit der vier Partner BASF, Borealis, Südpack und Zott: BASF lieferte chemisch recyceltes Polyamid, Borealis stellte nachhaltig produziertes Polyethylen zur Verfügung. Südpack, ein führender Produzent von Folienverpackungen für Lebensmittel in Europa, stellte aus diesen Materialien eine Mehrschichtfolie her, die zu einer speziell versiegelten Mozzarella-Verpackung für die Genuss-Molkerei Zott verarbeitet wurde.

Die Vorzüge dieser neuen Mehrschichtfolie weiß man in Mertingen zu schätzen. „In unserer Molkerei prüfen wir kontinuierlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wo wir noch nachhaltiger sein können und wie wir unsere Nachhaltigkeitsstandards sinnvoll ausbauen. Zudem erwarten die Verbraucher heute mehr denn je, dass hochwertige und nachhaltig produzierte Lebensmittel auch möglichst ressourcenschonend verpackt sind. Uns war es daher wichtig, bei diesem Pilotprojekt von Anfang an dabei zu sein und unsere Erfahrungen wie auch unsere hohen Anforderungen an Verpackungen und deren Barrierefunktion einzubringen und an einer funktionell identischen, aber ökologisch vorteilhafteren Lösung mitzuwirken. Wir sind positiv eingestellt und hoffen, dass dieses Projekt zur Serienreife gelangt“, erklärt Andreas Strunk, Leiter Produktion Technik & Supply Chain Management bei Zott.

„Das Besondere am Pilotprojekt ist, dass beide Bestandteile der Verpackung – also Polyamid und Polyethylen – aus chemisch recyceltem Material bestehen“, erklärt Maurits van Tol, Borealis Senior Vice President Innovation, Technology & Circular Economy Solutions. „Diese innovative Lösung wurde durch die Auswahl der speziellen Polymere möglich. Zusätzlich konnte mit der Kooperation erstmals Schritt für Schritt durchgängig vom Rohstoff bis hin zur Verpackung zertifiziert werden.“

Für das Polyamid und das Polyethylen wurden die Rohstoffe im Rahmen des Projekts „ChemCycling“ in Kleinstmengen hergestellt. Dabei wurde von einem Partner zugeliefertes, aus Kunststoffabfällen gewonnenes Pyrolyseöl in der Verbundproduktion der BASF in Ludwigshafen als Rohstoff eingesetzt. Beiden Kunststoffen wurde der 100-prozentige Rezyklatanteil über das zertifizierte Massenbilanzverfahren rechnerisch zugeordnet.

Mehr Informationen zu ChemCycling finden Sie auch in der Presse-Information „Neue Produkte aus Kunststoffabfall“ (P254/19) sowie unter basf.com/chemcycling.

ENDE

Diese Medieninformation ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Die einzelnen Sprachversionen finden Sie hier.

Pressekontakte

BASF
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E-Mail: daniela.rechenberger@basf.com

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Telefon: +43 1 22 400 772
E-Mail: virginia.mesicek@borealisgroup.com

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Telefon: +49 (0) 7352 925-1358
E-Mail: Julia.Gruber@suedpack.com

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Telefon: +49 (0) 6221 18779 14
E-Mail: suedpack@commhaconsulting.com

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Telefon: +49 9078 801 106
E-Mail: michaela.matthaeus@zott.de

Über BASF
Chemie für eine nachhaltige Zukunft, dafür steht BASF. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 122.000 Mitarbeiter arbeiten in der BASF-Gruppe daran, zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt beizutragen. Unser Portfolio haben wir in sechs Segmenten zusammengefasst: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2018 weltweit einen Umsatz von rund 63 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

Über Borealis
Borealis ist ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe. Borealis hat seine Konzernzentrale in Wien, Österreich, beschäftigt derzeit mehr als 6.800 Mitarbeiter und ist weltweit in über 120 Ländern aktiv. Im Jahr 2018 erwirtschaftete Borealis Umsatzerlöse von EUR 8,3 Milliarden und einen Nettogewinn von EUR 906 Millionen. Borealis steht zu 64% im Eigentum von Mubadala, über deren Beteiligungsgesellschaft, sowie zu 36% der OMV, einem integrierten, internationalen Öl- und Erdgasunternehmen mit Sitz in Österreich. Gemeinsam mit Borouge, einem Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), und Baystar™, einem Joint Venture mit Total und NOVA Chemicals in Texas, USA, liefert Borealis Produkte und Dienstleistungen für Kunden auf der ganzen Welt. www.borealisgroup.com

Über SÜDPACK
Die SÜDPACK Verpackungsgruppe hat ihren Stammsitz im baden-württembergischen Ochsenhausen. Das Familienunternehmen, das im Jahr 1964 von Alfred Remmele gegründet wurde, verfügt über insgesamt 18 Vertriebsniederlassungen und Standorte, mit Produktionen in Deutschland, Frankreich, Polen, den USA und der Schweiz. Schwerpunkte des Unternehmens sind Deckelfolien, Hart- und Weichfolien, sowie Beutel. Bedruckt wird im Flexodruck-, im Tiefdruck-, sowie im Digitaldruckverfahren. SÜDPACK Medica, ein Tochterunternehmen der SÜDPACK Verpackungen GmbH & Co. KG, produziert unter Reinraumbedingungen Sterilgutverpackungen für die Medizinbranche. Insgesamt beschäftigt die Gruppe rund 1.400 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von mehr als 410 Millionen Euro. Mehr Informationen über SÜDPACK erhalten Sie im Internet unter www.suedpack.com.

Über Zott
Die Genuss-Molkerei Zott ist ein selbständiges Familienunternehmen mit langer Tradition. Mit über 3.000 Mitarbeitern, einem Konzernumsatz von rund einer Milliarde Euro und einer Milchverarbeitung von 940 Mio. kg gehört Zott zu den großen Molkereien Europas. Zott exportiert seine Produkte in mehr als 75 Länder weltweit. Neben dem Stammwerk der Unternehmensgruppe in Mertingen (Bayern) gibt es weitere Produktionsstandorte in Deutschland und Polen. Die bekanntesten Marken von Zott sind Monte, Sahnejoghurt, Jogobella und Zottarella. Als renommierter Nahrungsmittelhersteller sieht Zott es als seine Aufgabe an, verantwortungsbewusst zu handeln. Das eigene Nachhaltigkeitskonzept Zott Caring for Life erstreckt sich über fünf Themenbereiche entlang der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen beim Rohstoff Milch bis hin zur gesellschaftlichen Verantwortung. Die Molkerei berücksichtigt in ihrer Unternehmenspolitik und strategischen Ausrichtung ökologische, soziale und gesellschaftliche Aspekte. www.zott-dairy.com, www.zottarella.com

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