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20.06.2018

Energieturbo Hühnermist

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BINDER Energietechnik macht mit ihren Anlagen aus Hühnermist Geld: Hühnermastbetriebe müssen den Hühnermist nicht extra entsorgen und können diesen zur Erzeugung von Wärme zur Aufzucht von Küken verwenden.

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Hühnermist ist ein unnützes Nebenprodukt? Nicht für die BINDER Energietechnik im steirischen Bärnbach. Das innovative Unternehmen der österreichischen HERZ Gruppe gewinnt daraus sogar Energie - ökonomisch und ökologisch.

Immer mehr Betriebe legen Wert auf eine energiesparende, CO2-neutrale und umweltfreundliche Produktion. Vor allem beim Thema Wärme gibt es immenses Einsparungspotential, das noch mehr ausgeschöpft werden sollte. Wie gut sich ausgerechnet Hühnermist als nachhaltige und autarke Energiegewinnung eignet, zeigt die steirische BINDER Energietechnik. Dank ihrer speziellen Anlagen haben Hühnermastbetriebe gleich zwei Vorteile: Einerseits müssen sie den Hühnermist wegen des zu hohen Nitrat-Gehalts und aus hygienischen Gründen nicht mehr extra entsorgen. Andererseits können sie diesen zur Erzeugung von Wärme für die Aufzucht von Küken verwenden. BINDER Energietechnik macht somit aus Mist Geld. Eine geniale Idee, für die das Unternehmen jahrelang in intensive Forschung und Entwicklung investierte.

Keine Herausforderung ist zu groß
Vor drei Jahren begannen die Köpfe des F&E-Teams am Standort in Bärnbach zu rauchen. Ambitioniertes Ziel war es, eine Anlage zu entwickeln, die aus der Verbrennung von Hühnermist Energie gewinnt. Gesagt, getan. Ein FFF-Projekt wurde ins Leben gerufen, um die Theorie in die Praxis umzusetzen. Auf dem Weg dorthin gab es zahlreiche Herausforderungen.

Denn um Hühnermist als Brennstoff effizient nutzen zu können, muss man auch seine Tücken kennen. Bisherige Systeme für die Verbrennung von organischen Brennstoffen haben oftmals Schwierigkeiten bezüglich der Emissionen, der Abgase und der Verteerung der Brennkammer gemacht. „Speziell die Verbrennung von Hühnermist ist dahingehend herausfordernd, da der Brennstoff einen besonders hohen Ascheanteil beinhaltet.“, weiß Dr. Morteza Fesharaki, Geschäftsführer der BINDER Energietechnik und Mastermind hinter der Entwicklung. Kein Hindernis, sondern vielmehr Ansporn für kreative Köpfe. Dank einer patentierten Innovation ermöglicht BINDER Energietechnik nun den wirtschaftlichen und ökologischen Betrieb einer Heizanlage mit Hühnermist als Brennstoff bei gleichzeitig niedrigsten Emissionswerten.

Küken mit Hühnermist wärmen
Die erste Nullserien-Anlage ist bei einem Kunden in Italien seit November 2017 im Einsatz. Die 800 kW-Anlage beheizt dort 5.000 m² Hühnerställe im wunderschönen Piemont. „Da Küken selbst noch keine Körperwärme speichern können, sollten die Ställe für die Aufzucht in der ersten Lebenswoche der Küken auf 30 bis 32 Grad Celsius aufgeheizt werden. In den nächsten Wochen kann die Temperatur für die jungen Gebrauchsvögel langsam abgesenkt werden. In der fünften Woche brauchen sie aber noch immer Stalltemperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Durch das Verbrennen von Hühnermist können die Ausgaben für Primärenergie gesenkt und ein geschlossener Kreislauf erzeugt werden.“, erklärt Fesharaki.

Damit die Anlage effizient arbeitet, muss neben der Technik auch die Zusammensetzung des Brennstoffs stimmen. Der Hühnermist wird entweder mit Sägespänen, Reisschalen bzw. Stroh vermischt, bevor er verheizt wird. Er muss getrocknet werden und darf lediglich einen Wassergehalt von 20 Prozent haben. Die größte Herausforderung bei diesem Projekt stellt die richtige Mischung an Brennmaterial dar.

Wachsender Auftragsstand gibt BINDER recht
Das geballte Know-how der BINDER Energietechnik kommt demnächst auch in Österreich und Spanien zum Einsatz. „Eine Anlage wurde kürzlich an einen heimischen Kunden geliefert und wird demnächst montiert und in Betrieb genommen. Wir sind kurz davor, nach Spanien eine sehr groß konzipierte Hühnermist-Anlage zu verkaufen. Außerdem laufen bereits Labortests mit verschiedenen Hühnermistmischungen für einen neuen größeren Kunden aus Italien“, freut sich Dr. Stefan Jausz, zweiter Geschäftsführer und kaufmännischer Verantwortlicher der BINDER Energietechnik über den sehr guten Auftragsstand. Neues Ziel ist, Dünger und Strom zu produzieren. Man darf also gespannt bleiben!

Bilder:
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Dank einer patentierten Innovation ermöglicht BINDER Energietechnik nun den wirtschaftlichen und ökologischen Betrieb einer Heizanlage mit Hühnermist als Brennstoff bei gleichzeitig niedrigsten Emissionswerten.
Fotocredit: Binder Energietechnik GmbH

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BINDER Energietechnik macht mit ihren Anlagen aus Hühnermist Geld: Hühnermastbetriebe müssen den Hühnermist nicht extra entsorgen und können diesen zur Erzeugung von Wärme zur Aufzucht von Küken verwenden.
Fotocredit: cocoparisienne – pixabay.com

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Da Küken selbst noch keine Körperwärme speichern können, sollten die Ställe für die Aufzucht in der ersten Lebenswoche der Küken auf 30 bis 32 Grad Celsius aufgeheizt werden.
Fotocredit: OliverFoerstner - Fotolia.com

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Die Hühnermistasche enthält die Nährstoffe Phosphat, Kaliumperoxid und Magnesium und wird in der Landwirtschaft als Dünger geschätzt.
Fotocredit: BINDER Energietechnik GmbH

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Wie gut sich ausgerechnet Hühnermist als nachhaltige und autarke Energiegewinnung eignet, zeigt die steirische BINDER Energietechnik.
Fotocredit: klimkin – pixabay.com

Über BINDER Energietechnik
Die Firma BINDER Energietechnik ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der HERZ-Gruppe. Das weststeirische Traditionsunternehmen BINDER Energietechnik produziert Biomasseanlagen bis 20 Megawatt. Durch diese Eingliederung des in Bärnbach ansässigen Unternehmens mit 90 Mitarbeitern in die HERZ-Gruppe, etablierte sich HERZ in der Branche noch mehr als interessanter Kessellieferant für Privatkunden als auch für Gewerbe- und Industriekunden. Es werden nun Anlagen von 4 kW bis 20.000 kW angeboten. www.binder-gmbh.eu

Kontakt

Binder Energietechnik GmbH
Dr. Stefan Jausz, Geschäftsführer
Tel.: +43 / 3357 / 4240-0
Mobil: +43 / 664 / 88325907
E-Mail: s.jausz@binder-gmbh.at
www.binder-gmbh.at


ikp Wien GmbH
Museumstraße 3/5, 1070 Wien
Mag. Katharina Kutsche
E-Mail: katharina.kutsche@ikp.at
Tel. +43 / 1 / 524 77 90-34
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