IKP
01.02.2017

Fachgruppe UBIT Wien zum Arbeitsprogramm der Regierung:

Rechtssicherheit bei der Abgrenzung von selbständiger und unselbständiger Tätigkeit in Reichweite

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Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe Wien Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie

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Wien, 01.02.2017 - Großer (Teil-)Erfolg der Wiener Fachgruppe der Unternehmensberater, Buchhalter und IT-Dienstleister (FG UBIT Wien, WKW): Der langjährigen Forderung nach dem Ende der „rückwirkenden Zwangsanstellungen freier Selbstständiger“ kommt die Regierung im aktuellen Arbeitsübereinkommen (Punkt 1.14) nun einen ersten Schritt näher. Bis zum Ministerrat im kommenden März soll es durch eine zeitgemäße Abgrenzung von selbständiger und unselbständiger Tätigkeit endlich zu mehr Rechtssicherheit für Unternehmen kommen. Gelten soll die neue Regelung dann mit 1. Juli 2017.

In den vergangenen Jahren häufen sich die Fälle, in denen Leistungsverträge zwischen Unternehmern rückwirkend und gegen den Willen der Vertragsparteien von Sozialversicherungsträgern als Dienstverhältnisse umgedeutet werden. Das ist auch bis zu fünf Jahre rückwirkend möglich. Geschieht das, können dem Auftraggeber die Dienstgeber- und Dienstnehmerbeiträge der vergangenen fünf Jahre vorgeschrieben werden. Nicht ausschließlich, aber besonders oft betroffen sind wissensbasierte Dienstleister, wie zum Beispiel in der IT-Branche, wo häufig auf Werkvertragsbasis gearbeitet wird. Verhängnisvoll sowohl für Auftraggeber als auch für Auftragnehmer.

Konsequente Arbeit der Fachgruppe UBIT Wien zeigt Erfolge
Das Grundproblem ist, dass die derzeit gültigen Abgrenzungskriterien von selbständiger und unselbständiger Tätigkeit nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der modernen Arbeitswelt eingehen. „Wir freuen uns, dass die Regierung hier nun endlich den Handlungsbedarf erkannt hat. Denn Fakt ist, solange es keine ausreichende Rechtssicherheit für Auftragnehmer und Auftraggeber gibt, wird das Wirtschaftswachstum niedrig und die Arbeitslosigkeit hoch bleiben“, unterstreicht Fachgruppeobmann  Martin Puaschitz nochmals die Forderung der rund 20.000 Wiener Unternehmensberater, Buchhalter und IT-Dienstleister. „Derzeit ist die Zusammenarbeit mit einem EPU mit hohen Risiken für den Auftragnehmer verbunden. Immer weniger Unternehmen sind daher bereit, dieses Risiko einzugehen. So werden die EPU quasi ausgehungert und in Angestelltenverhältnisse gezwungen, weil sie schlicht keine Aufträge mehr erhalten. Die wissensbasierten Dienstleister werden die Umsetzung der Regierungsvorhaben jedenfalls sehr genau beobachten“, schließt Puaschitz.


Über die Fachgruppe UBIT Wien
Die Fachgruppe UBIT Wien ist im Bereich der Wirtschaftskammer die Standesvertretung der Wiener Unternehmensberater, Buchhalter und IT-Dienstleister. Mit rund 20.000 Mitgliedern zählt sie zu den größten Fachgruppen Österreichs. Als Servicestelle und Informationsnetzwerk bietet die Fachgruppe ihren Mitgliedern regelmäßig branchenspezifische Informationsveranstaltungen und Weiterbildungsseminare.
 
Das rasche Wachstum der Fachgruppe UBIT Wien spiegelt einerseits die zunehmende Bedeutung jeder einzelnen UBIT-Berufsgruppe wider, andererseits ist es auch Ausdruck des Strukturwandels bei den Unternehmen: Rund 70 % der UBIT-Mitglieder arbeiten als Ein-Personenunternehmen und fast die Hälfte der Unternehmen ist in den letzten fünf Jahren gegründet worden. Die UBIT-Mitglieder sind zudem bereits für rund 15 Prozent der Wiener Wirtschaftsleistung verantwortlich.
 
Die Dienstleistungen und Beratungstätigkeiten der UBIT-Mitglieder bilden eine wichtige Basis für die Sicherung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Wien.
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