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04.12.2019

Zöchling Abfallverwertung GmbH: Stellungnahme zur medialen Kritik an Transport und Behandlung/Verwertung von Müll aus Süditalien in St. Pölten

Johann Zöchling_C_Zöchling

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St. Pölten, 04. Dezember 2019 - Die Zöchling Abfallverwertung GmbH steht seit mehreren Tagen im Zentrum medialer Kritik. Anlass ist die Verbringung von Abfällen aus Süditalien an den Abfallverwertungsanlagen- und Deponiestandort in St. Pölten. Als Beitrag zu einer konstruktiven Diskussion haben wir unsere Sichtweise noch einmal kurz zusammengefasst.

Die Verwertung biogener Abfälle in St. Pölten
Stein des Anstoßes der aktuellen Kritik ist die Verbringung von biogenen Abfällen aus Süditalien in unsere Anlage in St. Pölten. Was passiert mit diesen Abfällen? Im ersten Schritt wird aus den Abfällen durch einen Überbandmagnet Eisenmetall rückgewonnen. Im zweiten Schritt werden die Abfälle einer biologischen Behandlung unterzogen – dabei entsteht ein sogenannter „Müllkompost“. Im dritten Aufbereitungsschritt werden aus dem Müllkompost durch Magnet- und Induktionsabscheider feine Eisen- und Nicht-Eisenmetallteile (Alu, Messing etc.) rückgewonnen. Größere Plastikteile werden aussortiert und als Ersatzbrennstoff in die Zementindustrie geliefert. Der Rest wird zur Herstellung einer behördlich vorgeschriebenen Rekultivierungsschicht der Deponie „Am Ziegelofen“ verarbeitet werden. Es werden – wie in der österreichischen Abfallwirtschaft vorgesehen – Wertstoffe zurückgewonnen und die restlichen Abfälle einer sinnvollen Verwertung zugeführt.

„Dass der Transport des Mülls aus Süditalien ausschließlich per LKW stattfindet ist genauso eine Fehlinformation wie die Behauptung, dass der Müll schon jahrelang auf einer Deponie gelegen hat. Beides stimmt nicht. Tatsächlich handelt es sich um laufend eingehenden Hausmüll aus einer Abfallaufbereitungsanlage, wo der Müll bereits einer Vorbehandlung unterzogen wurde, und deutlich mehr als 90 Prozent der Müllmenge werden nach erreichter Genehmigung letzte Woche auf der Schiene transportiert. Der Import von Abfällen unterliegt strengen gesetzlichen Auflagen. Erst wenn diese Auflagen zur Gänze erfüllt sind, erfolgt eine Importgenehmigung durch die dafür zuständige Behörde. Sämtliche Abfälle auf unseren Anlagen werden laufend durch externe Prüforgane geprüft und begutachtet“, erklärt Geschäftsführer Johann Zöchling.

Umweltinvestitionen der Zöchling Firmengruppe: Deutliche Reduktion von CO2-Emissionen, Energie-Verbrauch und Transportwegen
Ein Kritikpunkt der medialen Berichterstattung ist der Transport der Abfälle und die damit einhergehenden CO2-Emissionen. Fakt ist, dass die Firmengruppe Zöchling seit Jahrzehnten Transportwege verkürzt und damit Emissionen einspart:
Seit 1988 sorgen mobile Brechanlagen für Baurestmassen dafür, dass diese direkt vor Ort verwertet werden. Dadurch wird bei Großbaustellen der Transport von mehreren Zehntausend Tonnen Abbruchmaterial jährlich eingespart.

Seit 2004 erfolgt der Materialtransport im Steinbruch „Ramsau“ mit einer modernen Materialseilbahn, wodurch die LKW-Fahrten zur Gänze eingespart werden. Gleichzeitig wird die entstehende Bremsenergie in Strom umgewandelt. Dadurch wurden pro Jahr ca. 100.000 Liter Diesel und ca. 300 Tonnen CO2 Ausstoß eingespart. Zusätzlich setzt Zöchling seit einigen Jahren verstärkt Hybrid-Fahrzeuge ein, wodurch bis zu 40 % weniger Kraftstoff verbraucht wird.

Seit 2009 betreibt Zöchling in Mistelbach die erste privat errichtete Entmetallisierungsanlage für Müllverbrennungsschlacken, mit der Eisen- und Nichteisenmetalle rückgewonnen werden. Bei der Behandlung von 100.000 Tonnen im Jahr werden etwa 7,5 % Eisen- und Nichteisenmetalle rückgewonnen. Gegenüber der Herstellung der Metalle aus Primärrohstoffen werden etwa 55.000.000 kWh Strom und 15.000 Tonnen CO2 eingespart. In anderen Teilen Europas werden Müllverbrennungsschlacken nach wie vor einfach deponiert. Zöchling betreibt überdies die einzige mobile Schlackenaufbereitungsanlage Österreichs und ist damit für mehrere Verbrennungsanlagen im Inland als Dienstleister tätig.

Grenzüberschreitende Müllverwertung in Europa
Dass Italien ein Müllproblem hat, ist aus den Nachrichten bekannt. Seriöse Betriebe in der italienischen Abfallwirtschaft sind auf ausländische Behandlungsanlagen angewiesen, um Abfälle legal zu verwerten und zu beseitigen. Unseriöse Unternehmer beseitigen in Italien weiterhin Abfälle in illegalen, unsicheren Deponien. „Solange die italienische Abfallwirtschaft nicht in der Lage ist, die nötigen Behandlungskapazitäten zur Verfügung zu stellen, ist es unserer Meinung nach richtig und sinnvoll, Abfälle zur Behandlung ins Ausland zu verbringen. Die Alternative wäre, dass die Abfälle in Italien illegal entsorgt werden und schwere Umweltschäden anrichten. Da sich Umweltschäden global auswirken, ist es auch im Interesse Österreichs diese zu verhindern“, betont Johann Zöchling.

Gleichzeitig verfügt Österreich über eine gut aufgestellte Abfallwirtschaft und die Transportwege sind deutlich kürzer als z.B. nach Deutschland oder in die Niederlande. Auch Österreich exportiert Abfälle – und zwar mehr als gleichzeitig importiert werden. Für einige Abfallarten ist selbst Österreich auf Behandlungsanlagen im Ausland angewiesen (z.B. Li-Ionen Akkus, organische Lösemittel etc.).

Über die Zöchling Abfallverwertung GmbH
Die Zöchling Abfallverwertung GmbH ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Niederösterreich, das auf die Verwertung und Deponierung unterschiedlicher Arten von Abfällen spezialisiert ist und in Niederösterreich verschiedene Anlagen zur Behandlung von Abfällen betreibt.
https://zoechling.at/zoechling-abfallverwertung-gmbh/

Kontakt

Susanne Hudelist
ikp Wien GmbH
susanne.hudelist@ikp.at
T: 01 5247790-19
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