IKP
04.10.2018

Neues primärpräventives Angebot für mentale Fitness

Anima Mentis & Paracelsus Medizinische Privatuniversität schließen Versorgungslücke

Anima Mentis Pressekonferenz

Anima Mentis Pressekonferenz 09.10.2018: Prof. Jürgen Osterbrink, Prof. Rudolf Öhlinger, Christina Matzka, Hubert Neuper (v.l.n.r.)

Zu dieser Meldung gibt es: 1 Bild | 1 Dokument

Pressetext (13104 Zeichen)Plaintext

73 Prozent der Österreicher halten sich laut aktueller Markterhebung für körperlich sehr oder eher gesund, doch nur knapp drei von zehn fühlen sich seelisch wirklich gut, entspannt und unbelastet – eine alarmierende Zahl. Denn aus Belastungszuständen können sich psychische Erkrankungen wie Burn-out und Depression entwickeln. Dennoch kennt nur ein Drittel der Österreicher überhaupt primärpräventive Methoden, um die Belastungsspirale zu stoppen, bevor sie zum Krankheitsbild eskaliert. Jeder Zweite wünscht sich mehr Angebote, die die mentale Gesundheit vorsorglich fördern. Um diese Versorgungslücke zu schließen startet mit 10. Oktober 2018 das erste Vorsorgezentrum für Seelenfitness von Anima Mentis in Wien – mit einer Kombination evidenzbasierter, wissenschaftlich erforschter Anwendungen, entwickelt von der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg.

Der Trend zu körperlicher Fitness ist in Österreich angekommen: Für über 80 Prozent der Österreicher ist diese sehr oder eher wichtig. Die Selbsteinschätzung zum Gesundheitszustand fällt dementsprechend gut aus: Jeder vierte Österreicher (24 %) fühlt sich sehr, knapp die Hälfte (49 %) eher gesund. Nur 7 Prozent schätzen sich selbst als definitiv nicht gesund ein. Gleichzeitig sind mehr als vier von zehn Befragten der Ansicht, dass der körperlichen Fitness zu viel Bedeutung beigemessen wird. Das sind einige der Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Markterhebung (1) zum Stellenwert der körperlichen und mentalen Fitness in Österreich.

Stiefkind mentale Fitness: Österreich unter Dauerbelastung
Die mentale Fitness der Österreicher steht auf einem ganz anderen Blatt als der körperliche Gesundheitszustand. Laut Markterhebung fühlen sich nur knapp drei von zehn Österreichern (28%) wirklich gut, entspannt und nicht belastet. Etwa die Hälfte der Befragten gibt an, sich meist gut zu fühlen, aber doch manchmal unter Belastungen zu leiden. Ein knappes Viertel der Befragten dagegen sagt, dass es sich „häufig“ (18 %) oder sogar „meistens“ (4 %) „ausgelaugt und unter Druck“ fühlt. Frauen liegen hier etwas über dem Durchschnitt. Kaum jemand in dieser Gruppe gibt an, sich sehr gut entspannen zu können. „Es herrscht Einigkeit darüber, dass mentale Fitness sowohl für beruflichen Erfolg als auch für ein glückliches Privatleben unumgänglich ist und dass jeder Mensch seine mentale Leistungsfähigkeit steigern könnte“, so Christina Matzka, Geschäftsführerin Triple M Marktforschung, die die Markterhebung durchgeführt hat. So glauben 92 Prozent sicher (40%) oder wahrscheinlich (52%) daran, dass jeder Mensch seine Seelen-Fitness verbessern könnte. „Kritisiert wird dagegen von über 90 Prozent der Befragten, dass der mentalen Stärke zu wenig Bedeutung beigemessen wird. 78 Prozent kritisieren, dass seelische Probleme gesellschaftlich tabuisiert werden“, berichtet Matzka. 46 Prozent der Befragten sagen sogar, dass das Thema auch unter Freunden nicht einfach sei, da kein offener Zugang herrsche.

Jeder zweite Österreicher fordert Unterstützungsangebote
Die Hauptstrategie der Österreicher für mehr mentale Fitness besteht darin, über „Probleme nachzudenken und darüber zu reden“, aber auch „weniger zu arbeiten“ oder „zu meditieren“, „etwas für sich zu tun“. Zur Erhaltung der körperlichen und mentalen Fitness bevorzugen sie klassische Tätigkeiten wie „Natur genießen/spazieren gehen“ oder „Gespräche mit Freunden und Familie“. Doch wie sieht es mit professioneller Unterstützung aus? Nur ein Drittel der Österreicher kennt überhaupt professionelle Angebote für mentale Unterstützung – in erster Linie werden Psychotherapeuten genannt, aber auch Yoga-Anbieter, Coaching oder Psychologen. Jeder Zweite hält das Angebot für nicht ausreichend.

„Das muss sich ändern. Für die körperliche Fitness wird in Österreich anscheinend bestens gesorgt, und auch wenn man bereits psychisch krank ist – zum Beispiel unter Burn-out oder Depression leidet – weiß man, wohin man sich wenden kann. Doch wer setzt vorher an, bei den vielen gesunden Menschen, die sich einfach manchmal belastet fühlen?“, fragt Prof. Rudolf Öhlinger, Eigentümer der Anima Mentis-Gruppe. „Da fehlt einfach ein ‚Fitnesscenter für die Seele‘, in das man genauso wie in ein klassisches Fitnesscenter ein paar Mal pro Woche gehen und innerhalb einer Stunde – vielleicht vor der Arbeit oder in der Mittagspause – einfach mal abtauchen und Kraft für den Alltag schöpfen kann – und zwar anonym“, erklärt er seine Beweggründe für die Eröffnung des weltweit ersten Vorsorgezentrums für Seelenfitness im ersten Wiener Gemeindebezirk.  

Anima Mentis-Ansatz: Primärprävention statt Kuration
Die Anima Mentis-Anwendungen sind für alle geeignet, die sich durch die Aktivitäten des täglichen Lebens belastet fühlen oder einfach ihre mentale Stärke weiter ausbauen wollen. „Im Sinne der Primärprävention richtet sich unser Angebot ausschließlich an gesunde Menschen, die rechtzeitig mit multiprofessioneller Unterstützung daran arbeiten wollen, mögliche spätere mentale Erkrankungen zu verhindern. Bereits Erkrankte verweisen wir selbstverständlich an die richtigen Stellen“, erklärt Prof. Jürgen Osterbrink, Chief Scientific Advisor Anima Mentis Fitness GmbH sowie Vorstand des Zentrums für Public Health & Versorgungsforschung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg und Director des WHO Collaborating Centre: „Es ist bewiesen, dass 70 Prozent der Personen, die an einer Depression litten, erneut erkranken. Da macht es doch mehr als Sinn, mentale Erkrankungen zu verhindern, bevor sie überhaupt entstehen.“

„Gewinnen im Kopf“
Gerade Menschen unter hohem Druck – wie Spitzensportler oder Topmanager – fühlen sich oft belastet. Ihr gesamtes Denken und Tun ist auf Leistung ausgerichtet: „Ich war ein richtiger Siegertyp. Nie aufgeben, durchbeißen, keine Schwächen zeigen, lächeln, so lauteten meine früh eintrainierten Leitsätze“, erinnert sich Hubert Neuper, Sportmanager und ehemaliger Schispringer, an seine aktive Zeit. „Ich hatte einfach so viel im Kopf. Meine Gedanken haben sich immer schneller im Kreis gedreht, bis ich zwar noch gesund, aber, wie ich es nenne, mental in Schieflage war – genau hier setzt Anima Mentis an“, erzählt Neuper. Spitzensportler seien auf gleichem Niveau trainiert und ausgerüstet, der entscheidende Erfolgsfaktor für den Sieg sei somit die mentale Stärke. „Nur ist es in der heutigen, auf ständige Erreichbarkeit ausgerichteten Arbeitswelt leider nicht angesagt, gezielt und regelmäßig Pausen zu machen und sich auf seine mentale Fitness zu konzentrieren. Auch das muss man trainieren! Ich bin froh, dass es mit Anima Mentis nun eine Lösung gibt und unterstütze auch aus vollem Herzen die Initiative, Belastungszustände zu enttabuisieren und ihnen frühzeitig entgegenzuwirken.“

Multisensorische Erlebnisse in einer Virtual-Reality-Welt
Sämtliche Anwendungen wurden von Prof. Osterbrink mit seinem Team aus Wissenschaftern der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität konzipiert, basierend auf bestehender wissenschaftlicher Evidenz auf dem Gebiet nicht-medikamentöser Prävention von mentalen Erkrankungen. Das Angebotsspektrum von Anima Mentis ist eine individualisierte Kombination aus bewährten Anwendungen mit einer hochmodernen Virtual-Reality-Welt, die mit dreidimensionalem Natur-Content (2) nachweislich physiologischen Stress reduziert und die Selbstwirksamkeit sowie die Stimmung positiv beeinflusst (3) – zum Beispiel in einem der technisch fortschrittlichsten 360-Grad-Kino der Welt.

Die Anwendungen im Center umfassen
•    leitliniengerechte Lichtanwendungen bei bis zu 10.000 Lux mit blutdruck- und herzfrequenzsenkender sowie stimmungsaufhellender Wirkung (4), 
•    multisensorische Stimulation durch Snoezelen unter anderem zur Reduktion der Stress-, Nervositäts-, und Aggressionslevels und zur Steigerung der Entspannungsfähigkeit (5)
•    sowie Entspannungsmethoden und Bewegungstechniken wie Yoga (6) und Spinning (7).

Grundpfeiler ist die laufende Betreuung in persönlichen Tiefengesprächen mit psychologisch geschulten Mitarbeitern und Edukation wie Stress Management Trainings (SMT) (8) in Einzel- oder Kleingruppen-Seminaren.

Richtung Zukunft mit App und Forschung
Derzeit arbeitet das Anima Mentis-Entwicklerteam an einer eigens entwickelten App, die Biomarker wie Befindlichkeit, Stress, Körperhaltung, Puls, Blutdruck, Aktivität etc. erheben wird, um Echtzeit-Beurteilungen des Körperzustandes und laufende Verbesserungen der Anwendungspläne zu ermöglichen. „Selbstverständlich nur mit Zustimmung des Kunden!“, betont Osterbrink. Auch hier steht Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund: Die App wird außerdem jederzeit per Smartphone unterstützen, das Verhalten der Kunden zu ändern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Forschung und Weiterentwicklung der Angebote: Das Team der ‚Paracelsus Medizinischen Privatuniversität wird unterstützt durch einen internationalen Expertenbeirat aus Medizinern und Psychologen, der sich gerade in Gründung befindet.

„Einfach zusammengefasst: Wir wollen rasch und unkompliziert Hilfe zur Selbsthilfe geben und unsere Kunden mit dem richtigen Handwerkszeug ausstatten, um resilienter zu werden und ihr Verhalten nachhaltig zum Besseren zu verändern – und das alles unter einem Dach“, schließt Eigentümer Öhlinger.

Quellenverweise:
1 Markterhebung „Der Stellenwert der körperlichen und mentalen Fitness in Österreich“, durchgeführt von Triple M Markt- und Meinungsforschung GmbH im Auftrag von Anima Mentis. N=503 Österreicher/innen zw. 18 und 79 Jahren (Online-Befragung), August 2018
2 Summers, J. & Vivian, D. (2018). Ecotherapy- A Forgotten Ecosystem Service: A Review. Front. Psychol. 9:1389.
3 Hansen, M., Jones, R., Tocchini, K. (2017). Shinrin-Yoku (Forest Bathing) and Nature Therapy: A State-of-the-Art Review. Int. J. Environ. Res. Public Health 2017, 14, 851.
4 Dong, S. & Jacob, T. J. C. (2016). Combined non-adaptive light and smell stimuli lowered blood pressure, reduced heart rate and reduced negative affect. Physiol Beahv 156, 94-105; Canbeyli, R. (2010). Sensomotor modulation of mood and depression: An integrative review. Behav Brain Res 207(2), 249-264; Canbeyli, R. (2013). Sensorimotor modulation of mood and depression: In search of an optimal mode of stimulation. Front Hum Neurosci 7; Cui, M., Yang, Y., Yang, J., Zhang, J., Han, H., Ma, W., Li, H., Mao, R., Xu, L., Hao, W. & Cao, J. (2006). Enriched environment experience overcomes the memory deficits and depressive-like behavior induced by early life stress. Neurosci. Lett. 404, 208-212; Brenes Saenz, J.C., Villagra, O. R. & Trias, J. M. (2006). Factor analysis of forced swimming test, sucrose preference test and open field test on enriched, social and isolated reared rats. Behav. Brain Res, 57-65.
5 Dimitriou, T. & Tsolaki, M. (2017). Evaluation of the efficacy of randomized controlled trials of sensory stimulation interventions for sleeping disturbances in patients with dementia: a systematic review. Clinical Interventions in Aging 2017:12
6 Mooventhan A, Nivethitha L. Evidence based effects of yoga practice on various health related problems of elderly people: A review. Journal of bodywork and movement therapies. 2017;21(4):1028-32.
7 Stubbs, B., Vancampfort, D., Hallgren, M., Firth, J., Veronese, N., Solmi, M., Brand, S., Cordes, J., Malchow, B., Gerber, M., Schmitt, A., Correll, C., De Hert, M., Gaughran, F., Schneider, F., Kinnafick, F., Falkai, P., Moller, H., Kahl, K. (2018). EPA guidance on physical activity as a treatment for severe mental illness: a meta-review of the evidence and Position Statement from the European Psychiatric Association (EPA), supported by the International Organization of Physical Therapists in Mental Health (IOPTMH). European Psychiatry.
8 Gaggiolo, A., Pallavicini, F. & Riva, G. (2014). Experiential Virtual Scenarios with real-time monitoring (Interreality) for the Management of Psychological Stress: A Block Randomized Controlled Trial.

Foto: Anima Mentis Pressekonferenz 09.10.2018: Prof. Jürgen Osterbrink, Prof. Rudolf Öhlinger, Christina Matzka, Hubert Neuper (v.l.n.r.). Copyright: Steffi Starz/Anima Mentis, kostenfrei verwendbar

Die Anima Mentis Fitness GmbH ist ein österreichisches Healthcare-Unternehmen mit dem Ziel, auf primärpräventiver Basis die mentale Fitness der Menschen zu stärken. Am 10. Oktober 2018 eröffnet Anima Mentis in der Wiener Innenstadt das weltweit erste Fitnesscenter für die Seele – für Jede/n, die/der sich im Beruf oder Alltagsleben belastet fühlt oder einfach seine mentale Stärke weiter ausbauen will. Das Angebotsspektrum ist eine individualisierte Kombination aus bewährten, evidenzbasierten Anwendungen wie Edukation, Entspannungsmethoden und Bewegungstechniken mit modernster 360-Grad-Virtual-Reality-Umgebung. Entwickelt wurden sämtliche Anwendungen von der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg basierend auf wissenschaftlichen Studien auf dem Gebiet zur Förderung der mentalen Gesundheit. In der Forschung unterstützt außerdem ein hochkarätiger, nationaler und internationaler Ärzte- und Psychologenbeirat.
www.animamentis.com

Kontakt

Anima Mentis Pressestelle @ ikp
Sabine Moll
E animamentis@ikp.at 
T +43 1 524 77 90 17
Alle Inhalte dieser Meldung als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder

4 256 x 2 832

Dokumente


Anima Mentis Pressekonferenz (. JPG )

Anima Mentis Pressekonferenz 09.10.2018: Prof. Jürgen Osterbrink, Prof. Rudolf Öhlinger, Christina Matzka, Hubert Neuper (v.l.n.r.)

Maße Größe
Original 4256 x 2832 7,6 MB
Medium 1200 x 798 168,5 KB
Small 600 x 399 67,9 KB
Custom x

Anima Mentis Studie

Anima Mentis: Mentale Fitness in Österreich - Tabuthema und Versorgungslücke

.pdf 1,5 MB
nach oben