Wien, 02.03.2026 – Eine Diagnose der Blutkrebserkrankung Multiples Myelom war bis vor wenigen Jahren noch mit einer äußerst ungünstigen Prognose verbunden. Heute haben Betroffene gute Chancen auf ein langes Leben, und das mit einer deutlich gestiegenen Lebensqualität. Mit ein Grund dafür: die intensive Forschung und die daraus entstandenen innovativen Therapien von Johnson & Johnson Innovative Medicine (J&J). Aktuell laufen in Österreich allein sieben klinische Studien von J&J im Bereich Hämatologie & Onkologie, davon vier zum Multiplen Myelom.Das Multiple Myelom gehört zu den Blutkrebserkrankungen und betrifft die Plasmazellen im Knochenmark. Diese Zellen produzieren normalerweise Antikörper. Doch beim Multiplen Myelom vermehren sie sich unkontrolliert, produzieren hohe Mengen an nicht-funktionalen Antikörpern, verdrängen gesunde Blutzellen und schädigen zum Beispiel Knochen oder Organe wie die Nieren. In Österreich sind von dieser Krankheit schätzungsweise 2.500 Personen betroffen (1), europaweit sind es rund 60.000 (2).
Während in den 1990er-Jahren für Multiples-Myelom-Patient:innen noch eine Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren prognostiziert war (3), haben innovative Ansätze die Lebensdauer und -qualität vieler Patient:innen stark erhöht. DI Dr. Birgit Ploier-Brandauer, Medical Affairs Director J&J in Österreich, erklärt: „Für neu diagnostizierte Patient:innen wurde unter bestimmten innovativen Therapieoptionen kürzlich ein medianes progressionsfreies Überleben von 17 Jahren prognostiziert, ein absoluter Meilenstein (4).“
Assoc. Prof. PD Dr. Maria Theresa Krauth, Programmdirektorin Multiples Myelom, Leiterin der hämatologischen Ambulanz Medizinische Universität Wien, ergänzt: „Die Diagnose Multiples Myelom bietet heutzutage vielversprechendere Aussichten auf erfolgreichere Behandlungsergebnisse, sowie eine gute Kontrolle der Krankheit. Die Krankheitssymptome nehmen speziell unter den neuen so genannten Immuntherapien signifikant ab, sodass Patient:innen sogar weiterhin ihrem Beruf nachgehen können“.
Meilensteine in der Multiples-Myelom-TherapieZu den vielversprechenden Entwicklungen in der Behandlung des Multiplen Myeloms gehört die CAR-T-Zelltherapie. Bei dieser Therapie werden körpereigene Immunzellen (die sogenannten T-Zellen) gentechnisch so verändert, dass sie Myelomzellen erkennen und gezielt zerstören. Auch andere Immuntherapien wie bispezifische Antikörper gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie wirken wie eine Brücke zwischen Krebszellen und körpereigenen Abwehrzellen. Ihre Anwendung kann auch bei älteren Patient:innen, sehr schnell und teilweise sogar ambulant, im Vergleich zu CAR-T-Zellen, erfolgen. Damit wird diese Therapieform auch für Patient:innen eingesetzt, für die eine CAR-T-Zelltherapie zu aufwändig ist oder die eine niederschwellige wohnortnahe Betreuung benötigen.
Eine weitere maßgebliche Entwicklung ist die Bestimmung der sogenannten minimalen Resterkrankung (die Measurable Residual Disease (MRD)-Negativität): „Mit hoch sensitiven Nachweisverfahren lassen sich selbst kleinste Mengen an Myelomzellen nachweisen beziehungsweise ihr Vorhandensein sicher ausschließen. Auf diese Weise lässt sich die Wirksamkeit einer Therapie auch über den Behandlungsverlauf hinweg sehr gut beobachten, und ein mögliches Wiederauftreten der Erkrankung kann frühzeitig erkannt werden“, so Ploier-Brandauer.
Lebensqualität als StandardDer Therapieerfolg bemisst sich heute nicht mehr ausschließlich an Überlebenszeiten, sondern vor allem auch an Lebensqualität. So sollen moderne Therapien auch Nebenwirkungen minimieren, die körperliche Belastbarkeit erhalten und die psychische Stabilität fördern. Zeitlich begrenzte Therapien wie die CAR-T-Zelltherapie sind Beispiele dafür und ermöglichen vielen Patient:innen, krankheitsfreie Phasen zu erleben. Die Integration von Lebensqualität in klinische Endpunkte ist dabei zunehmend Standard.
Für die Lebensqualität und die Langzeitprognose jeder einzelnen Patientin bzw. jedes einzelnen Patienten sei vor allem die Wahl der richtigen Therapie zur richtigen Zeit und in der richtigen Abfolge entscheidend. „Ziel unserer Forschung im Bereich Präzisionsmedizin ist es, die richtige Medizin für die richtige Patientin bzw. den richtigen Patienten zum richtigen Zeitpunkt auszuwählen und einzusetzen. Sämtliche Faktoren werden dabei berücksichtigt, von wissenschaftlichen Erkenntnissen bis zur individuellen Lebenssituation wie beispielsweise Altersstruktur, Begleiterkrankungen, Lebensziele und soziale Faktoren. Der Therapieansatz soll flexibel sein und sich an die jeweilige Krankheitsphase sowie die Therapieziele und Erwartungen der individuellen Patient:innen anpassen“, so Ploier-Brandauer.
Investitionen in Forschung sind Investitionen in die Gesellschaft Für diese Fortschritte sind große Investitionen in Forschung und Entwicklung notwendig. Im Median sind es laut IQVIA in der Krebsforschung etwa 14 Jahre, bis ein neuer Wirkstoff nach der ersten Patentanmeldung des Wirkstoffs, nach noch weiterer Forschung, Zulassung und schließlich Markteinführung tatsächlich in der Versorgung krebskranker Menschen zur Verfügung steht (5). Während andere Unternehmen Ausgaben in diesem Bereich zurückfahren, setzt J&J einen klaren Schwerpunkt darauf und investiert weltweit jährlich rund 13 Milliarden US-Dollar in R&D. Das entspricht rund 23 Prozent des Umsatzes.
Forschung „made in Austria“Das trifft nicht nur weltweit, sondern vor allem auch in Österreich zu: J&J forscht intensiv in den Fokusbereichen Onkologie & Hämatologie sowie Immunologie und Neurowissenschaften. Im Jahr 2025 wurden hierzulande mehr als 30 klinische Studien durchgeführt. Aktuell laufen allein sieben klinische Studien im Bereich Hämatologie & Onkologie, davon vier zum Multiplen Myelom. Etwa 40 Therapieoptionen von J&J in verschiedenen Therapiegebieten sind in Österreich bereits zugelassen. Patient:innen in Österreich zählen gerade bei Krebserkrankungen oft zu den ersten weltweit, die Zugang zu neuen Therapien erhalten.
„Wir wollen Patient:innen aber nicht nur Therapien nach neuestem Stand bieten, sondern auch Hoffnung und Zuversicht geben. Eine tatkräftige Unterstützung für den Lebensalltag sowie Orientierung und Begleitung in der jeweiligen Lebenssituation ist wichtig. Wir setzen uns daher dafür ein, dass Betroffene frühzeitig umfassende Unterstützung erhalten und arbeiten eng mit Patientenorganisationen zusammen,“ ergänzt Sara Leitao, Managing Direktor von J&J Innovative Medicine in Österreich. Für diesen Zweck wurde der
Patientenratgeber J&J withMe ins Leben gerufen, mit Online-Informationen zu diversen Erkrankungen, wie Krebserkrankungen, psychischen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Lungenerkrankungen.
Zu verschiedenen Blutkrebsarten, unter anderem auch dem Multiplem Myelom, gibt es Wissenswertes für Betroffene und Angehörige rund um Diagnose, Ursachen, Symptome und Behandlung im
Online-Ratgeber Blutkrebs. Leitao weiter: „Aber auch die Unterstützung von Patientenorganisationen wie der
Multiples Myelom Selbsthilfe zählt zu unseren zentralen Bestrebungen, um von direkten Erfahrungen der Betroffenen zu lernen, sie in die Forschung mit einzubinden und die Versorgung der Betroffenen insgesamt zu verbessern.“
Über Johnson & Johnson
Wir bei Johnson & Johnson glauben, dass Gesundheit alles ist. Unsere Stärke für Innovationen im Gesundheitswesen ermöglicht es uns, zu einer Welt beizutragen, in der komplexe Krankheiten potenziell verhindert, behandelt und geheilt werden können, in der Behandlungen zukunftsweisend sowie weniger invasiv und Lösungen personalisiert sind. Durch unsere Expertise bei Innovative Medicine und MedTech sind wir einzigartig positioniert, um heute das gesamte Spektrum der Gesundheitslösungen zu innovieren, um die Durchbrüche von morgen zu erzielen und die Gesundheit der Menschheit tiefgreifend zu beeinflussen. Erfahren Sie unter www.jnj.com mehr über unsere globalen Fortschritte. Erhalten Sie Einblicke zu J&J Innovative Medicine Austria unter www.jnj.com/innovativemedicine/austria oder folgen Sie uns auf LinkedIn unter Johnson & Johnson Innovative Medicine.
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© Janssen-Cilag Pharma GmbH, a Johnson & Johnson company
(1) Österreich: Nationales Krebsregister, geführt von Statistik Austria
(2) http://www.myelom.net/multiples-myelom/haeufig-gestellte-fragen
(3) Pharma Fakten eV, Multiples Myelom: Schritt für Schritt neue Lebensperspektiven, 11.01.2023 https://pharma-fakten.de/news/multiples-myelom-schritt-fuer-schritt-neue-lebensperspektiven/ (zuletzt abgerufen am 28.01.2026).
(4) Sonneveld P, et al. Modelling long-term progression-free survival in transplant eligible and transplant ineligible newly diagnosed multiple myeloma treated with daratumumab, bortezomib, lenalidomide, and dexamethasone. Oral Presentation. 6th European Myeloma Network (EMN) meeting. April 10-12, 2025.
(5) Pharma Fakten eV, Krebsforschung: 14 Jahre bis zur Einführung, 28.08.2024 https://pharma-fakten.de/grafiken/krebsforschung-14-jahre-bis-zur-einfuhrung/ (zuletzt abgerufen am 28.01.2026).