Wien, Juni 2026 – Rund 150 Expert:innen und Entscheidungsträger:innen aus Recht, Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich am 16. Juni beim 3. Wiener M&A Day im Haus der Industrie. Die exklusive Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren als zentrale Plattform der österreichischen M&A-Community etabliert. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe stand das Thema Private Equity.
Im Rahmen hochkarätig besetzter Fachvorträge und Podiumsdiskussionen wurden zahlreiche aktuelle Entwicklungen und rechtliche Fragestellungen rund um Private Equity beleuchtet. Im Fokus standen unter anderem der zunehmende Einfluss von Private Credit, Buy-&-Build-Strategien, die Zusammenarbeit mit Familienunternehmen sowie Infrastrukturinvestments, künstliche Intelligenz, Exit-Strategien und die Rolle Europas im globalen Finanzmarkt.
„Wir freuen uns, dass wir heuer rund 150 Teilnehmer:innen, darunter renommierte nationale und internationale Expertinnen und Experten aus führenden Investmenthäusern, Unternehmen und Wirtschaftskanzleien, beim Wiener M&A Day begrüßen durften. Die Diskussionen haben einmal mehr gezeigt, dass sich Private Equity auch in Österreich zu einer immer attraktiveren Finanzierungsform entwickelt – insbesondere vor dem Hintergrund des steigenden Kapitalbedarfs durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie zahlreicher anstehender Unternehmensübergaben“, so Rainer Kaspar, Partner bei PHH Rechtsanwält:innen und Mitinitiator des Wiener M&A Day.
Impulse zu aktuellen Entwicklungen im Private-Equity-MarktEröffnet wurde die Veranstaltung von Tibor Kossa, Goldman Sachs, und Florian Kusznier, Wolf Theiss. In ihren Begrüßungsworten gaben sie einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im internationalen M&A-Markt und ordneten die jüngsten Transaktionstrends ein.
„Das laufende Jahr entwickelt sich bislang zum zweitstärksten M&A-Jahr überhaupt. Während kleinere Transaktionen zuletzt etwas rückläufig waren, erreichte die Zahl der Deals mit einem Volumen von mehr als zehn Milliarden US-Dollar einen Rekordwert. Das unterstreicht die hohe Liquidität und das große Investitionsinteresse im Markt“, so Tibor Kossa, Goldman Sachs.
Im Anschluss folgte die Keynote von Matteo Thun, Partner bei EQT. Er sprach über die Attraktivität Europas als Investitionsstandort und darüber, wie Private Equity durch Innovation und Technologie zur langfristigen Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann.
„Aus internationaler Perspektive werden die Stärken Europas häufig positiver bewertet als innerhalb Europas selbst. Entscheidend ist, Unternehmen zukunftsfit zu machen – durch Innovation, Technologie und langfristige Wachstumsinvestitionen. Darin sehen wir eine große Chance für Europa“, betonte Matteo Thun, Partner bei EQT.
Die Herausforderungen und Chancen von Investitionen in Infrastruktur und Zukunftstechnologien standen ebenfalls auf dem Programm des Wiener M&A Day. Unter der Moderation von Sarah Wared, Wolf Theiss, diskutierten internationale Expert:innen über die Wettbewerbsfähigkeit Europas im globalen Innovationswettlauf und die Voraussetzungen für erfolgreiche Investitionen in strategische Zukunftsfelder.
„Während Google, Anthropic und andere Technologiekonzerne Milliarden in KI-Infrastruktur investieren und die USA Exportbeschränkungen verhängen, wird Europas Rückstand immer deutlicher sichtbar. Fehlende Kapazitäten, langwierige Genehmigungsverfahren und hohe Hürden für Innovationen stellen den Standort vor große Herausforderungen“, betonte Sarah Wared, Partner bei Wolf Theiss.
Mit den Perspektiven für den Exit-Markt beschäftigte sich Martin Suter, Partner bei Rothschild & Co. In seiner Keynote beleuchtete er die aktuellen Rahmenbedingungen für Private-Equity-Transaktionen und ging insbesondere auf die zunehmende Bedeutung alternativer Exit-Strategien ein.
„Das Umfeld für Private-Equity-Transaktionen hat sich verändert. Prozesse dauern länger und eine fundierte Due Diligence gewinnt weiter an Bedeutung. Gleichzeitig erwarten wir angesichts der hohen Assetbasis in Europa und des zunehmenden Ausschüttungsdrucks ein aktives Transaktionsumfeld, in dem strategische Exits und alternative Monetarisierungsoptionen an Relevanz gewinnen werden“, sagte Martin Suter, Partner bei Rothschild & Co.
Austausch und Vernetzung der M&A-CommunityNeben den fachlichen Diskussionen nutzten die Gäste des Wiener M&A Day die zahlreichen Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Vertreter:innen aus Private Equity, Investment Banking, Rechtsberatung, Corporate Finance und Unternehmen diskutierten aktuelle Entwicklungen im Markt, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte. Damit unterstrich der Wiener M&A Day einmal mehr seine Bedeutung als Treffpunkt der österreichischen M&A-Community.
Organisiert und fachlich orchestriert wird der Wiener M&A Day von fachlich versierten M&A Expert:innen: Neben Rainer
Kaspar (PHH Rechtsanwält:innen) sind Horst
Ebhardt (Kinstellar), Konrad
Gröller (Freshfields), Christian
Herbst (Schönherr), Tibor
Kossa (Co-Head Investment Banking Germany & Austria, Goldman Sachs), Florian
Kusznier (Wolf Theiss), Roman
Rericha (Brandl Talos) und Anton
Ulmer (Country Head Austria, Rothschild & Co) im Leitungskomitee. Für die Paneldiskussionen konnten renommierte nationale und internationale Expert:innen aus führenden Kanzleien, Investmenthäusern und Unternehmen gewonnen werden.
Über den Wiener M&A DayDer Wiener M&A Day wurde 2024 von einer Gruppe führender M&A Expert:innen als Plattform von Praktiker:innen für Praktiker:innen ins Leben gerufen. In interaktiven Paneldiskussionen und beim Networking tauscht sich seither die Branche einmal pro Jahr zu aktuellen Themen im M&A Recht aus und entwickelt diese weiter.
www.wienermuaday.com