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Wien, August 2026: Hohe Kosten, zunehmende Bürokratie und schwierige Wettbewerbsbedingungen setzen die heimische Druck- und Medienbranche unter Druck. Das aktuelle Stimmungsbild des Verband Druck Medien unter den Betrieben zeigt klare Forderungen an die Politik: Niedrigere Lohnnebenkosten, weniger Verwaltungsaufwand, faire Chancen bei öffentlichen Vergaben und bessere Voraussetzungen für Zukunftsinvestitionen.

59 Prozent der befragten Unternehmen erwarten 2026 einen geringeren Umsatz als im Vorjahr, nur zwölf Prozent rechnen mit einem moderaten Plus. Auch die aktuelle Auftragslage wird nur mit Befriedigend bewertet. Die Unternehmen kämpfen neben hohen Kosten vor allem mit gestiegenem Verwaltungsaufwand (60 %), rechtlichen Unsicherheiten bei Sachbezügen (48 %) und zunehmender öffentlicher Auftragsvergabe an Unternehmen aus dem Ausland (38 %).

Klare Erwartungen an die Politik
„Die Rückmeldungen unserer Mitgliedsbetriebe sind eindeutig: Sie brauchen Rahmenbedingungen, die unternehmerisches Handeln erleichtern und Investitionen ermöglichen“, betont Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien Österreich. Um die Unternehmen zu entlasten und Innovation „Made in Austria“ zu fördern, braucht es aus Sicht des Verband Druck Medien nur vier Punkte:
  1. Senkung der Lohnnebenkosten: Der Verband Druck Medien begrüßt die kürzlich erfolgte Senkung der Lohnnebenkosten und fordert eine weitere. Die aktuelle Debatte um die Finanzierung des Insolvenzfonds darf nicht eine Erhöhung der Lohnnebenkosten nach sich ziehen.
  2. Abbau von teurem Verwaltungsaufwand: Der Verband Druck Medien appelliert, Vorschriften und verpflichtende Reportings zu vereinfachen und Erleichterungen für KMU zu schaffen.
  3. Chancengleichheit bei öffentlichen Auftragsvergaben: Das Ziel der Bundesregierung, die öffentliche Beschaffung stärker auf den wirtschaftlich und innovationsstrategisch größten Nutzen auszurichten, ist ein positives Signal. Der Verband Druck Medien wünscht sich zudem eine verstärkte Berücksichtigung von Kriterien wie Nachhaltigkeit, Transportwege, Qualität oder Sicherung von Arbeitsplätzen, um faire Marktbedingungen zu schaffen.
  4. Finanzierung von Innovationen erleichtern: Damit die Druck- und Medienbetriebe notwendige Zukunftsinvestitionen wie in KI und Energie tätigen können, ist ein besserer Zugang zu Förderungen und Investitionskrediten erforderlich.
Verband Druck Medien Österreich
Der Verband Druck Medien Österreich besteht seit 1872. Er ist die einzige umfassend kompetente und unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich. Der Verband vertritt mehr als 200 Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum internationalen Konzern. International ist er in der FESPA organisiert. Präsident ist Gerald Watzal (Offset 5020 in Salzburg).

Kontakt

Verband Druck Medien Pressestelle

Pressestelle Verband Druck Medien Österreich
Mag. Katharina Scheyerer-Janda
T +43 699 11 88 23 16
E druckmedien@ikp.at

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