Wien, 17. September 2026 – TrendAI™, weltweit führender Anbieter von KI-Sicherheit und der Enterprise-Cybersecurity-Geschäftsbereich von Trend Micro Incorporated (TYO: 4704; TSE: 4704), veröffentlicht weitere Forschungsergebnisse des Reports „Securing the AI-Powered Enterprise“. Diese zeigen, dass das Vertrauen in die eigene KI-Sicherheit und die tatsächliche Fähigkeit, KI-Bedrohungen zu erkennen, in Unternehmen in Österreich ebenso wie weltweit deutlich auseinanderklaffen.

Eine globale Befragung von 3.700 Business- und IT-Entscheidern, davon 100 in Österreich, ergab, dass neun von zehn österreichischen Entscheidern ihre Sicherheitsteams für gut auf das Tempo der KI-Einführung vorbereitet halten. Gleichzeitig schätzen die Befragten jedoch, dass im Schnitt nur ca. 40 Prozent des böswilligen oder unerwarteten KI-Verhalten überhaupt erkannt werden. Die Ergebnisse liegen damit nahe am weltweiten Durchschnitt. Die Kluft zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheit ist also kein rein österreichisches Phänomen, sondern betrifft Unternehmen weltweit gleichermaßen.

„Vorbereitung und Erkennung sind zwei unterschiedliche Dinge“, ordnet Richard Werner, Security Advisor bei TrendAI, ein. „Die Unternehmen haben in den letzten Jahren viel investiert, um Prozesse und Zuständigkeiten zum Management von KI-Risiken aufzubauen. Das schlägt sich in einer hohen gefühlten Vorbereitung nieder. Die eigene Einschätzung zur Erkennungsrate zeigt aber, dass diese Vorbereitung im Ernstfall offenbar an ihre Grenzen stößt.“

Sichtbarkeit: Eine Grundvoraussetzung, die selbst noch Lücken hat
Ein Ansatzpunkt, um diese Erkennungslücke zu schließen, liegt in der Sichtbarkeit der eigenen KI-Systeme. Denn nur wer weiß, welche KI-Anwendungen im Unternehmen überhaupt im Einsatz sind, kann deren Verhalten gezielt auf Auffälligkeiten hin überprüfen. Nur 48 Prozent der österreichischen Business-Entscheider berichten von einer umfassenden oder hohen Sichtbarkeit ihrer KI-Systeme. Ihre technischen Counterparts sind deutlich optimistischer: Von den IT-Entscheidern schätzen ganze 68 Prozent die Visibilität als „umfassend“ oder „hoch“ ein. Gleichzeitig verfügt aber ein relevanter Anteil nur über teilweise oder noch im Aufbau befindliche Transparenz – etwa, weil KI-Systeme nur unvollständig erfasst sind oder ein formaler Überwachungsprozess noch etabliert wird.

Abwehrfähigkeit gegen neue KI-gestützte Angriffe
Neben dem Risiko durch die unternehmenseigenen KI-Systeme zeigt sich eine zweite Lücke bei der Abwehr externer, durch KI ermöglichter oder verstärkter Angriffe. Bei etablierten Bedrohungen wie KI-gestütztem Phishing haben sechs von zehn österreichischen Unternehmen bereits solide Kontrollen aufgebaut. Bei neueren, Angriffsformen liegen die Werte dagegen durchgängig niedriger: Weniger als die Hälfte der Befragten (48%) berichtet über getestete Kontrollen gegen Video-Deepfakes. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei kombinierter Video-/Stimm-Imitation von Führungskräften – etwa bei CFO-Betrug. Gegen Voice Cloning verfügen 52 Prozent der Befragten über getestete Sicherheitsmechanismen. Damit liegt Österreich bei diesen Schutzfähigkeiten unter dem globalen Durchschnitt. 

Governance-Lücken und ungeklärte Notfallmechanismen
Die Ursachen für die bestehenden Sichtbarkeits- und Erkennungslücken werden von IT- und Business-Entscheidern unterschiedlich bewertet. Für 42 Prozent der österreichischen IT-Entscheider zählen begrenzte Sicherheits- und Datenkompetenzen zu den größten Hindernissen für eine sichere KI-Einführung. Unter den Business-Entscheidern nennen dagegen 34 Prozent nicht klar geregelte Verantwortlichkeit und Ownership als zentrale Herausforderung.

Selbst wenn schädliches KI-Verhalten erkannt wird, ist damit noch nicht geklärt, wie Unternehmen im Ernstfall reagieren. Weniger als ein Drittel der Befragten befürwortet uneingeschränkt einen dedizierten „Kill Switch“, mit dem sich KI-Agenten im Notfall abschalten lassen. Knapp die Hälfte macht den Einsatz eines solchen Mechanismus vom jeweiligen Anwendungsfall abhängig, wobei die IT-Entscheider insgesamt stärker für einen solchen Mechanismus plädieren. Klare, unternehmensweite Eskalationsprozesse für den Ernstfall fehlen jedoch in vielen Unternehmen noch. 

Was jetzt zu tun ist
Mit dem Aufkommen von Agentic AI, also KI-Agenten, die zunehmend eigenständig handeln, wird diese ungeklärte Kontrollfrage noch dringlicher.

„Agentic AI bringt eine neue Risikokategorie mit sich, weil Systeme zunehmend eigenständig handeln, statt nur Empfehlungen zu geben“, so Richard Werner weiter. „Diese Lücke ernst zu nehmen, bedeutet nicht, in Alarmismus zu verfallen, sondern konsequent zu handeln: Sichtbarkeit, Testing und Eingriffsmechanismen sollten von Anfang an mitgedacht werden. Unternehmen, die das jetzt angehen, sind später klar im Vorteil.

Für österreichische Unternehmen empfiehlt der japanische Sicherheitsanbieter einen Dreiklang aus einer vollständigen, laufend aktualisierten Inventarisierung aller eingesetzten KI-Systeme, einem gezielten Ausbau der Erkennungsfähigkeiten für Deepfakes und Voice Cloning, sowie regelmäßigem, KI-spezifischem Testing und Red Teaming, um die Wirksamkeit vorhandener Kontrollen nachweislich sicherzustellen.

Über die Studie
TrendAI beauftragte SAPIO Research mit der Befragung von 3.700 IT- und Business-Entscheidern in 22 Ländern, die in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden tätig sind. An der Befragung im Februar 2026 nahmen 200 Geschäfts- und IT-Entscheider aus Deutschland sowie je 100 aus Österreich und der Schweiz teil.

Weitere Studienergebnisse können Sie hier einsehen: https://www.trendmicro.com/explore/trendai-global-ai-study/

Über TrendAI™

TrendAI™, weltweit führender Anbieter von KI-Sicherheit und der Enterprise-Geschäftsbereich von Trend Micro, ermöglicht Organisationen vollständige Transparenz und Governance für ihre KI-Nutzung und eine konsolidierte Sicherheit, die Vertrauen schafft, Innovation fördert und Risiken eliminiert. Weltweit vertrauen die größten Unternehmen und Regierungsbehörden in 185 Ländern auf TrendAI™, um ihre gesamte Organisation zu schützen – von Identitäten über Infrastrukturen bis hin zu Daten. TrendAI™ ist der erste KI-Sicherheitsanbieter aus der Region Asien-Pazifik-Japan, der die Marke von einer Milliarde US-Dollar kumuliertem globalem Umsatz im AWS Marketplace überschritten hat. AI Fearlessly. trendaisecurity.com

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