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  • Umsatz 2025 bei 853 Millionen Euro
  • STIHL Tirol in Transformation für langfristige Wettbewerbsfähigkeit
  • Neue Hightech-Laseranlage bringt Automatisierung voran
  • Zusätzliche Wachstumspotenziale durch Drittkundengeschäft

Langkampfen, 21. Mai 2026 - Im Jahr 2025 konnte STIHL Tirol den Umsatz um 16 Prozent gegenüber 2024 steigern – und das trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wie der Zollpolitik im großen Markt USA, einer vielerorts spürbaren Kaufzurückhaltung infolge der schwachen Konjunktur sowie negativer Wechselkurseffekte. Getragen wurde diese positive Entwicklung unter anderem von Einmaleffekten sowie dem erfolgreichen Hochlauf neuer Produkte. Besonders gut entwickelte sich zudem der Vertrieb der Akku-Rasenmäher, Akku-Blasgeräte, Akku-Heckenschneider und Akku-Kompressoren. Die Zahl der Beschäftigten lag zum Jahresende 2025 bei 902 Mitarbeitenden, nach 927 im Jahr 2024.

Mit Anfang 2026 hat Ralph Schmid die Geschäftsführung von STIHL Tirol übernommen. Er knüpft damit an die erfolgreiche Arbeit von Richard Felix im vergangenen Jahr an, warnt aber zugleich vor zu viel Optimismus aufgrund der guten Zahlen 2025. „Das wirtschaftliche Umfeld bleibt sehr anspruchsvoll. Wie viele andere Industrieunternehmen ist auch STIHL Tirol von den Veränderungen am Weltmarkt und den Auswirkungen internationaler Krisen betroffen“, so Schmid. Er richtet den Blick klar nach vorne: „Nach vielen Jahren des Wachstums bei STIHL Tirol geht es jetzt darum, den Standort gezielt weiterzuentwickeln. Deshalb beschreiten wir den Weg der Konsolidierung. Mit klaren, zukunftsgerichteten Entscheidungen stellen wir sicher, dass STIHL Tirol auch in den kommenden Jahren ein starker Standort der STIHL Gruppe bleibt.“

STIHL Tirol befindet sich in einem umfassenden Transformationsprozess, der den Standort in den kommenden Jahren begleiten und verändern wird. Dazu zählt auch die gezielte Neuordnung des Produktportfolios innerhalb der STIHL Gruppe, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Im Fertigungsverbund der STIHL Gruppe wird daher genauestens geprüft, an welchem der Produktionsstandorte in weltweit acht Ländern welches Produkt gefertigt wird. Bei STIHL Tirol sind und bleiben bodengeführte Gartengeräte wie Rasenmäher oder Garten-Häcksler sowie Schaftgeräte wie Akku-Freischneider oder Akku-Hochentaster die Kernkompetenzen.

Mit neuen Ideen und Weitblick in die Zukunft

STIHL Tirol investiert gezielt in Zukunftstechnologien, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern. Dabei prüft das Unternehmen laufend, in welchen Bereichen die Fertigungstiefe künftig weiter erhöht werden kann. Diese ist ein entscheidender Hebel: Sie macht STIHL Tirol technologisch unabhängiger, flexibler und schneller – und stärkt damit genau jene Fähigkeiten, die ein moderner Produktionsstandort heute braucht.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist die neue Laserrohrschneidanlage, mit der STIHL Tirol die Rohrbearbeitung auf ein neues technologisches Niveau hebt. Auf der Hightech-Anlage werden seit März 2026 Rohre für Schaftgeräte gefertigt. Die vollautomatische Anlage ermöglicht eine besonders präzise und geräuscharme Bearbeitung und wird durch moderne Robotik sowie eine automatisierte Verpackung ergänzt. Dadurch reduziert das Unternehmen Rüstzeiten und Ersatzteilkosten, schafft neue Gestaltungsspielräume für Musterteile und Entwicklungsprojekte und legt die Grundlage dafür, künftig alle Rohre für Schaftgeräte über diese Fertigungslinie abzuwickeln. Damit geht STIHL Tirol einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen, effizienten und stärker automatisierten Fertigung.

Als neues Geschäftsfeld wird STIHL Tirol zukünftig außerdem vorhandenes Know-how und die bestehende hochwertige Infrastruktur über das eigene Unternehmen hinaus nutzbar machen. So sollen Einrichtungen, technische Möglichkeiten und Dienstleistungen von STIHL Tirol auch externen Industriepartnern in der Region zur Verfügung stehen – etwa in den Bereichen Messtechnik, Prüfungen oder Entwicklung. Ziel ist es, hochmoderne Infrastruktur, beispielsweise Messräume für Schall oder elektromagnetische Verträglichkeit, für externe Anwendungen anzubieten und damit zugleich das lokale Industrienetzwerk zu stärken. Erste positive Gespräche mit interessierten Firmen zeigen bereits das Potenzial dieses Geschäftsfelds.

Kooperationen bringen Standort voran

STIHL Tirol setzt außerdem auf die enge Zusammenarbeit mit regionalen Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Die mehrjährigen Kooperationen mit der Unternehmerischen Hochschule® MCI und der Fachhochschule Kufstein werden weitergeführt, da sie einen wichtigen Beitrag zur Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts leisten.

Im Rahmen der Kooperation mit dem Zentrum für Produktion, Robotik & Automatisierung der Unternehmerischen Hochschule® MCI werden mehr als 20 Innovationsprojekte in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung der Produktion umgesetzt. Schwerpunkte liegen unter anderem auf Produktionsautomatisierung, innovativen Montagekonzepten sowie KI-gestütztem Wissensmanagement in der Instandhaltung. Durch die Entwicklung technischer Lösungskonzepte und Funktionsprototypen konnten bereits innovative Prozesse und Anlagen realisiert werden.

Mit der FH Kufstein entstand ein Weiterbildungsprogramm zur gezielten Entwicklung von Führungskräften in Logistik und Produktion. Weitere wichtige Impulse setzte die Kooperation im Bereich der Mitarbeiterschulung: Studierende des Masterstudiengangs ERP-Systeme & Geschäftsprozessmanagement erstellten ein umfassendes Schulungskonzept für STIHL Tirol. Ziel war es, praxisnahe Ansätze zu erarbeiten, mit denen Mitarbeitende effektiv auf komplexe Tätigkeiten vorbereitet werden können. Dazu wurden Fertigungsprozesse und deren Dokumentation detailliert analysiert, erforderliche Kernkompetenzen ermittelt sowie der sinnvolle Einsatz von Visualisierungen, Videoschulungen und Künstlicher Intelligenz geprüft. Anschließend wurden ein einheitliches Layout sowie Prozesse zur Weiterführung und Standardisierung der Mitarbeiterschulung entwickelt.

Bewährte Produktqualität

Unabhängige Tests bestätigen regelmäßig den hohen Qualitätsanspruch der STIHL Produkte aus Tirol. 2025 wurde der Akku-Rasenmäher STIHL RMA 239 C Testsieger bei Stiftung Warentest. Besonders überzeugte das Modell mit einer Flächenleistung von 590 Quadratmetern pro Akkuladung sowie im Bereich Sicherheit – beide Kriterien wurden mit „sehr gut“ bewertet. Weitere Pluspunkte waren die einfache Handhabung, ein überzeugendes Mähbild und die zuverlässige Befüllung des Grasfangkorbs. Auch weitere Spitzenbewertungen zeigen die starke Positionierung von STIHL im Premiumsegment: So bewertete die F.A.Z. den Benzin-Rasenmäher STIHL RM 448 PC im Juni 2025 insbesondere in Bezug auf Mähleistung und Bedienkomfort positiv. Im F.A.Z. Kaufkompass erzielten zeitgleich die Rasentraktoren RT 5112 Z und RT 6112 ZL hervorragende Bewertungen.

Engagement schafft Fortschritt

Möglich wird diese hohe Qualität nicht zuletzt durch das Engagement der Mitarbeitenden, die mit ihren Ideen und ihrer Einsatzbereitschaft den Standort täglich voranbringen. Im Rahmen des Formats „World Café“, einem moderierten Austauschformat für Vorarbeiterinnen und Vorarbeiter, brachten die Teilnehmenden zahlreiche konstruktive Ideen zur Optimierung der Zusammenarbeit ein. Der offene Dialog ermöglichte einen bereichernden, abteilungsübergreifenden Austausch zwischen Produktion und Logistik und lieferte wertvolle Anregungen, um Schnittstellen zu verbessern und gemeinsame Herausforderungen gezielt anzugehen.

Auch alle anderen Mitarbeitenden waren 2025 wieder eingeladen, ihre Ideen für einen innovativeren und effizienteren Standort einzubringen. Mit rund 1.000 Einreichungen wurde dabei ein neuer Rekord erzielt. Die hohe Beteiligung zeigt, dass Weiterentwicklung und aktive Mitgestaltung bei STIHL Tirol fest verankert sind. Aus den Vorschlägen der Beschäftigten entstehen kontinuierlich neue Lösungsansätze, die den Arbeitsalltag erleichtern, Prozesse verbessern und den Standort langfristig stärken. Gerade in herausfordernden Zeiten ist diese gemeinsame Bereitschaft zur Weiterentwicklung ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Das außerordentliche Engagement und die hervorragende Arbeit der gesamten Belegschaft wurden auch in diesem Jahr besonders gewürdigt: Als Zeichen der Anerkennung erhielten die Mitarbeitenden erneut eine Anerkennungsprämie. Damit unterstreicht das Unternehmen die große Bedeutung von Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Teamgeist.

Darüber hinaus setzte STIHL Tirol 2025 zahlreiche Initiativen, die den Austausch, das Wohlbefinden und den Zusammenhalt der Mitarbeitenden fördern. Mit Angeboten wie dem Vortragsabend „Female Empowerment“, einem Selbstverteidigungskurs für Frauen, Sportkursen sowie Mental-Health-Seminaren wurden wichtige Impulse für ein gesundheitsförderndes und wertschätzendes Arbeitsumfeld gesetzt. Gemeinsame Veranstaltungen wie das jährliche Sommerfest auf der Festung Kufstein, der Schitag in Sölden sowie verschiedene Communities – von der Wandergruppe bis zum Fußball nach Feierabend – stärkten zusätzlich das Gemeinschaftsgefühl am Standort Langkampfen.

Produktpalette

Rasenmäher, Aufsitzmäher, Garten-Häcksler, Rasenlüfter, Motorhacken, Motorsägen, Motorsensen, Hoch-Entaster, Saug-Häcksler, Heckenscheren, Heckenschneider, Kombi-Motore, Blasgeräte, Trennschleifer, Spezialernter, Unkrautentferner, Wasserpumpen, Anbaumotore, Gehölzschneider, Strauchscheren, Spritzgeräte, Reiniger, Sauger, Kehrgeräte, Astscheren, Kompressoren, Generatoren.

Geschäftszahlen

 

2020

2021

2022

2023

2024

2025

Mitarbeitende

702

770

799

887

927

902

Umsatz in 1.000 €

576.200

715.800

768.900

953.300

733.063

852.826

Informationen zu STIHL Tirol

Die STIHL Tirol GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der STIHL Unternehmensgruppe mit Sitz in Langkampfen, Österreich. STIHL Tirol ist Kompetenzzentrum für bodengeführte Gartengeräte, die in Langkampfen entwickelt und produziert werden. 2025 beschäftigte das Unternehmen 902 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Über STIHL

Die STIHL Gruppe ist ein international tätiger Weltmarkt- und Technologieführer. Als nachhaltig agierendes Familienunternehmen erleichtert STIHL seit 1926 den Menschen die Arbeit mit und in der Natur. Wir begeistern unsere Kundinnen und Kunden mit innovativen akku- und benzinbetriebenen Geräten für die Forst- und Landwirtschaft sowie für die Landschaftspflege, die Bauwirtschaft und private Haushalte. Unser globales Netzwerk umfasst Produktionsgesellschaften in acht Ländern sowie 40 eigene Vertriebs- und Marketinggesellschaften, rund 100 Importeure und mehr als 50.000 Fachhändlerinnen und -händler. Seit 1971 ist STIHL die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit. Stammsitz der Unternehmensgruppe ist Waiblingen bei Stuttgart. 2025 arbeiteten 20.246 Menschen weltweit für STIHL, der Umsatz lag bei 5,48 Milliarden Euro. Mehr Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.corporate.stihl.de.

In der Natur zuhause. Seit 1926.

STIHL ist seit 100 Jahren in der Natur anzutreffen. Das 100-jährige Jubiläum ist eine Hommage an all jene, die sich tagein und tagaus in der Welt von STIHL bewegen. Ob in den Wäldern dieser Erde, bei der Pflege urbaner Lebensräume, im liebevoll gestalteten Garten oder bei der Entwicklung und Herstellung neuer STIHL Produkte. Tauchen Sie in Geschichten und Projekte dieser Menschen ein: 100.stihl.de.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

STIHL Tirol GmbH
Mag. Christian Dag
Hans Peter Stihl-Straße 5
A-6336 Langkampfen
Tel.: +43 (0) 5372 6972 267
E-Mail: christian.dag@stihl.at
Web: stihl-tirol.at

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