IKP
01.12.2020

EverMinds™ im Einsatz: Borealis „Closes The Loop”-Pilotprojekt in Belgien eliminiert Einwegbecher durch innovatives System mit doppelt geschlossenem Kreislauf

Reuse Coffeecup project in Belgium_(c)Borealis

Borealis verbannt im Rahmen seines „Close The Loop“-Pilotprojekts Einwegbecher von vier Standorten in Belgien.

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  • Borealis verbannt im Rahmen seines „Close The Loop“-Pilotprojekts Einwegbecher von vier Standorten in Belgien
  • Das auf den Prinzipien „Reduzieren – Wiederverwenden – Recyceln“ aufbauende Projekt reduziert den Verbrauch an Kunststoffmaterial um den Faktor 20
  • 1,5 Millionen Einwegbecher werden durch 30.000 wiederverwendbare, leichtgewichtige Becher ersetzt, gesammelt und für die Wiederverwendung gereinigt, bevor sie schließlich recycelt werden
  • Durch mechanisches Recycling der wiederverwendbaren Becher entsteht hochwertiges Rezyklat, das sich für die Verarbeitung zu neuen Bechern eignet und den Recyclingkreislauf schließt
Borealis beteiligt sich federführend an einem neuen und innovativen Pilotprojekt, das die Vorteile eines Wiederverwendungs- und Recyclingsystems mit doppelt geschlossenem Kreislauf testen soll, ganz im Sinne der Zielsetzung von EverMinds™.  Mit „Borealis Closes The Loop“ ersetzt Borealis, in Zusammenarbeit mit seinen Partnern entlang der Wertschöpfungskette, die 1,5 Millionen Einwegbecher, die jährlich an den vier belgischen Standorten verwendet werden, durch 30.000 wiederverwendbare EcoCore ® Becher.

Als Teil von Borealis' „Reduzieren – Wiederverwenden – Recyceln“-Mission, reduziert das Pilotprojekt zunächst den Materialaufwand durch die extrem leichtgewichtigen Becher. Diese werden anschließend wiederverwendet, um ihre Lebensdauer zu maximieren, bevor versucht wird, sie wieder zu Bechern zu recyceln. Dieser doppelt geschlossene Kreislauf ist Borealis’ jüngste Innovation im Rahmen seiner zahlreichen Initiativen zur Förderung der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft. Borealis stößt damit in der Hierarchie der Abfallwirtschaft in die Bereiche „Reduzieren“ und „Wiederverwenden“ vor und nutzt die eigenen Standorte, um die Vorteile zu demonstrieren.

Doppelt geschlossener Kreislauf ermöglicht Veränderung der Nachhaltigkeitspraktiken
Zahlreiche aktuelle Initiativen, welche zur Wiederverwendung anregen sollen, konzentrieren sich auf den Endverbraucher, wie beispielsweise Mehrwegbecher-Konzepte von Kaffeehäusern. Derartige Modelle sehen sich oft mit einer relativ geringen Akzeptanz konfrontiert, da die Last der Entscheidung, ob ein Becher wiederverwendet werden soll oder nicht, beim Verbraucher liegt. In der Geschäftswelt sind Wiederverwendungsprogramme seltener zu finden, der Verbrauch von Einweg-Plastikbechern ist hingegen weit verbreitet.

Durch die Nutzung eines doppelt geschlossenen Kreislaufs will das Pilotprojekt ein nachhaltigeres und wirtschaftlich praktikableres Wiederverwendungskonzept umsetzen. Anstatt von 1,5 Millionen Einwegbechern, können durch die Verwendung von 30.000 wiederverwendbaren Bechern mit einem Gewicht von nur 15 Gramm pro Stück, 4,2 Tonnen Einwegkunststoff pro Jahr eingespart werden.

So funktioniert das „Borealis Closes The Loop“-Pilotprojekt:
  • Ultraleichte, beständige und geschäumte EcoCore® Becher von Bockatech, die konzipiert wurden, um mit weniger Material und mit schnelleren Zykluszeiten auszukommen und um Materialkosten, Energieverbrauch und Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, senken die benötigte Kunststoffmenge von Anfang an.
  • Der CO2-Break-even-Punkt der Becher, die vor Ort von MikoPac produziert werden, liegt gegenüber der Einmalverwendung bei nur zwei Nachfüllungen pro Tag.
  • Mit den Geräten von Miko Coffee Services verwenden die Mitarbeiter den ganzen Tag hindurch denselben Becher, wodurch rund vier Einwegnutzungen verhindert werden. Im Anschluss werden die Becher vom Reinigungsunternehmen Goodless gesammelt und gewaschen.
  • Jeder Becher ist mit einem Radiofrequenz-Identifikations-Chip (RFID) ausgestattet, um seinen Wiederverwendungszyklus eindeutig verfolgen zu können. Durch diesen Digitalisierungsschritt kann das System weiter optimiert werden, zum Beispiel indem analysiert wird, wie viele Becher benutzt wurden. So kann in der Folge möglicherweise die zirkulierte Menge gesenkt werden.
  • Wenn Becher aus dem Wiederverwendungskreislauf entfernt werden (zum Beispiel aufgrund von Abnutzung oder Beschädigung), werden sie dem Materialrecyclingkreislauf zugeführt.
  • Die Becher werden durch mechanisches Recycling zu lebensmittelechtem Rezyklat, das für die Herstellung weiterer Becher genutzt werden kann, womit der Kreislauf geschlossen wird. Dies steht im Gegensatz zum Recycling mit offenem Kreislauf (Open-Loop-Recycling), in dem Materialien oft zu Produkten mit geringerer Qualität verarbeitet werden (Downcycling).
Die aus dem Pilotprojekt gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse werden dokumentiert und veröffentlicht, um zu zeigen, wie robuste Wiederverwendungssysteme entworfen und konfiguriert werden können, die Einwegmodellen überlegen sind. Borealis wird seine Kunden und Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette auch in Zukunft durch die Einbindung weiterer Closed-Loop-Systeme unterstützen.

„Als führender Polyolefinproduzent verfolgt Borealis einen 360°-Ansatz, um den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft gemäß unseren EverMinds™-Prinzipien voranzutreiben. Aufbauend auf der Grundidee des ‚Designs für die Kreislaufwirtschaft‘ setzt das Pilotprojekt ‚Borealis Closes The Loop‘ unsere Prinzipien ‚Reduzieren – Wiederverwenden – Recyceln‘ um“, erklärt Lucrèce Foufopoulos, Borealis Executive Vice President Polyolefins, Circular Economy Solutions und Innovation & Technology. „Das Leben verlangt Fortschritt. Nur wenn wir unseren Worten Taten folgen lassen, können wir die gesamte Wertschöpfungskette dazu inspirieren, gemeinsam mit uns weitere Kreisläufe zu schließen. Wir als Branche müssen dafür Verantwortung übernehmen, wo unsere Kunststoffe am Ende landen. Das doppelte Closed-Loop-System ist ein weiterer Entwicklungsschritt, um Kunststoffabfälle nachhaltig zu reduzieren. So entwickeln wir stets Neues, um unser Leben noch nachhaltiger zu machen.“

Weitere Informationen: www.borealisclosestheloop.com

ENDE

Diese Medieninformation ist in deutscher, englischer und niederländischer Sprache verfügbar. Die einzelnen Sprachversionen finden Sie hier.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Borealis Group Communications:
Virginia Mesicek
Senior Manager External Communications
Tel.: +43 1 22 400 772
E-Mail: Virginia.Mesicek@borealisgroup.com

Borealis Belgium:
Anne Cornelissen
Senior Specialist Regional Communications
Tel.: +32 1145 9066
E-Mail: Anne.Cornelissen@borealisgroup.com

Über Borealis:
Borealis ist einer der global führenden Anbieter fortschrittlicher und kreislauforientierter Polyolefinlösungen und europäischer Marktführer in den Bereichen Basischemikalien, Pflanzennährstoffe und mechanisches Recycling von Kunststoffen. Wir nutzen unsere Expertise im Zusammenhang mit Polymeren und unsere jahrzehntelange Erfahrung, um innovative und kreislauforientierte Materiallösungen mit Mehrwert für Schlüsselindustrien zu liefern. Wir entwickeln stets Neues, um unser Leben noch nachhaltiger zu machen. Wir bauen auf unser Bekenntnis zur Sicherheit, auf unsere Mitarbeiter und auf Exzellenz, während wir den Umstieg auf eine Kreislaufwirtschaft beschleunigen und unseren geographischen Fußabdruck erweitern.
Borealis hat seine Konzernzentrale in Wien, Österreich, und beschäftigt rund 6.900 Mitarbeiter in mehr als 120 Ländern. Im Jahr 2019 erwirtschaftete Borealis Umsatzerlöse von EUR 8,1 Milliarden und einen Nettogewinn von EUR 872 Millionen. Borealis steht zu 75 % im Eigentum der OMV, einem integrierten, internationalen Erdgasunternehmen mit Sitz in Österreich, sowie zu 25 % im Eigentum einer Beteiligungsgesellschaft von Mubadala, mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gemeinsam mit zwei wichtigen Joint Ventures – Borouge (mit der Abu Dhabi National Oil Company, ADNOC, in den Vereinigten Arabischen Emiraten) und Baystar™ (mit Total, in den USA), liefert Borealis Produkte und Dienstleistungen für Kunden auf der ganzen Welt.

Über Borealis EverMinds™

EverMinds ist eine im Jahr 2018 eingeführte Marke, welche die breite Palette der Borealis-Aktivitäten und -Initiativen zur Verbesserung der Kreislauforientierung von Kunststoffen unter einem Dach vereint. Die Plattform soll eine kreislauforientierte Mentalität unter allen Stakeholdern von Borealis sicherstellen und baut dabei sowohl auf unternehmenseigene Technologien als auch auf bekannte Borealis-Marken, wie zum Beispiel Purpolen™ und Dipolen™. Zudem ermöglicht sie eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Borealis und seinen Partnern, um innovative und nachhaltige Polyolefinlösungen zu entwickeln, die auf dem Kreislaufmodell basierend auf Recycling, Wiederverwendung und „Design for Recyclability“ aufbauen. Darüber hinaus umfasst EverMinds wegweisende Konzernprogramme wie das Projekt STOP sowie Engagements im Rahmen von Brancheninitiativen wie der Polyolefins Circular Economy Platform (PCEP) und dem Projekt CEFLEX.

Über Borealis in Belgien:
Borealis betreibt drei Produktionsstandorte in Belgien – Kallo, Zwijndrecht und Beringen – sowie ein gemeinsames Servicezentrum Mechelen und beschäftigt insgesamt rund 1.200 Mitarbeiter. In Beringen verfügt Borealis über zwei Polypropylen- (PP) und eine Compounding-Anlage. Die wichtigsten Anwendungsbereiche, die von Borealis Beringen bedient werden, sind fortschrittliche Verpackungen, Hygiene- und Elektronikanwendungen sowie Produkte für den Automobilbereich. In Kallo produziert Borealis Polypropylen und betreibt darüber hinaus eine Dehydrierungsanlage, um Propan zu Propylen umzuwandeln. Im Jahr 2019 liefen die Bauarbeiten für eine neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) im Weltmaßstab in Kallo an. Diese wird zu den größten und effizientesten Anlagen der Welt zählen. In Zwijndrecht produziert Borealis Ethylen-Copolymere und Polyethylen, verteilt auf zwei Hochdruck-Reaktorlinien für PE-Werkstoffe, für Polyethylen mit niedriger Dichte, sowie für Materialtransportanlagen. Die wichtigsten Anwendungsbereiche ist dabei die Kabel- & Drahtindustrie.
Das Digital Studio wurde 2018 in der Nähe von Brüssel als eigenständige Einheit im Rahmen des Borealis-Digitalisierungsprogramms eingerichtet und besteht aus einem Team von rund 30 Experten aus dem digitalen Bereich. Das Digital Studio fungiert als agiler Wegbereiter des Unternehmens für die Entwicklung intelligenter und bewährter Geschäftslösungen mit Mehrwert, die auf den Prinzipien des Design Thinking basieren.

Für weitere Informationen:
www.borealisgroup.com
www.borealiseverminds.com

Dipolen, EverMinds und Purpolen sind Handelsmarken der Borealis AG
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Borealis verbannt im Rahmen seines „Close The Loop“-Pilotprojekts Einwegbecher von vier Standorten in Belgien.

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