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Graz, März 2026 – Wie gesundheitsschädlich ist Mikroplastik? Wie umweltschädlich KI? Was ist die Schwierigkeit bei der Bewertung von Daten? Wann beginnt Greenwashing? Und wo ist die Grenze zwischen Wissenschaft und Populismus? Diese Diskussionen lockten zahlreiche Teilnehmer:innen aus den Bereichen Umwelt, Technik und Recht zum 1. Frauen in der Umwelt Impulstag in den K1-Tower nach Graz.

„Wir freuen uns, dass wir mit unserer ersten Veranstaltung genau den Nerv des Publikums getroffen und so viel Zuspruch bekommen haben”, sagt Stefanie Werinos, Vorständin von „Frauen in der Umwelt“ und Initiatorin der Veranstaltung. Das Programm mit hochkarätigen Expert:innen aus den Bereichen Recht, Wirtschaft und Wissenschaft, Insights aus aktuellen Forschungsergebnissen und Gerichtsurteilen sorgte für spannende Diskussionen und angeregte Gespräche – nicht nur im Programmteil, sondern auch beim Ausklang und Networking im K1-Tower. Werinos betont in ihrem Eröffnungsstatement die Notwendigkeit von Diskurs: „Wir brauchen wieder einen öffentlichen Diskurs und Meinungsaustausch, statt ideologischer Auseinandersetzung. Dazu möchten wir einen Beitrag leisten.“ 

Umweltschutz ist Gesundheitsschutz 
„Mikroplastik ist längst Teil unseres Alltags und in Körperzellen nachweisbar“, betonte Lukas Kenner, Professor für experimentelle Pathologie an der Medizinischen Universität Wien in seiner Keynote. Auch in der Luft ist Mikroplastik weit verbreitet, bestätigte Kathrin Baumann-Stanzer, Leiterin der Umweltmeteorologie bei GeoSphere Austria bei der anschließenden Panel-Diskussion. Schadstoffe sind aber nicht nur gesundheitlich relevant, sondern auch für das Klima. Neben Mikroplastik ist CO2 hier der größte Treiber. Doch wie vermeidet man als Unternehmen Umweltbelastungen? Das Verpackungs-Start-up SUPASO etwa bietet plastikfreie Verpackungen an – auch im Tiefkühl- und Kühlbereich sowie für medizinische Produkte. Siemens setzt dagegen auf gebrauchte medizinische Geräte, um deren Lebenszyklus zu verlängern. Damit werde die CO2 Bilanz entscheidend verbessert, so Lisa Loskarn, Business Line Lead "Lifecycle Products" bei Siemens Healthineers. Damit Nachhaltigkeit auch tatsächlich funktioniert, müsse diese sich auch rechnen, ist Fabian Gems, Gründer von SUPASO, überzeugt. „Nachhaltige Produkte müssen wirtschaftlich wettbewerbsfähig sein – nur dann wird es langfristig ein Umdenken geben.“ 

KI: Energiefresser oder Nachhaltigkeitsbooster? 
„KI verbraucht Energie und hilft beim Energiesparen“, betont Theresa Sporn, Gründerin und Managing Director bei scitus in ihrem Impulsvortrag. Ein Zwiespalt, der in der anschließenden Diskussion von Alissa Kovarik, Head of Product bei Glacier aufgegriffen wurde. Glacier hilft Unternehmen mit KI bei Nachhaltigkeitsreportings und ist ein gutes Beispiel, wie KI Aufgaben effizienter und schneller bewältigen kann. Ob KI selbst energieeffizient sei, sei auch eine Frage der Nutzung, betonte Sporn. Geschlossene Systeme oder Textabfragen benötigen etwa weniger Energie als Bilddaten oder offene Systeme. Simone Tober, Partnerin und Expertin für Umweltstrafrecht bei Leitner Law, machte auf die Herausforderungen bei Datenschutz und bei der Haftung aufmerksam. Dennoch plädierte sie für mehr Mut beim Einsatz von KI: „Auch wenn es Regeln gibt, so gibt es genügend Freiräume für Innovation. Es gilt nur, sich beraten zu lassen und eventuelle Lücken zu schließen.“

Feuerstuhl Greenwashing 
Heiß her ging es beim Fireside Chat zum Thema Greenwashing. Anhand von aktuellen Gerichtsurteilen diskutieren Martina Stranzinger-Maier, Partnerin bei PHH Rechtsanwält:innen und Expertin für Verfahrensrecht und Greenwashing und Sandra Freidl, Verkaufsleiterin Kleine Zeitung. „Wir werden die Unternehmen brauchen, wenn wir als Gesellschaft umweltfreundlicher werden wollen. Es muss möglich sein, weiterhin über die eigenen Erfolge beim Umweltschutz zu sprechen. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen sich beraten lassen“, sagte Stranzinger-Maier. Sandra Freidl betonte aber auch die Verantwortung der Unternehmen, Konsumenten nicht in die Irre zu führen. „Umweltaussagen sollten transparent sein, ein Logo-Friedhof ist auch nicht im Sinne der Konsumenten.“ 

Interaktives Programm und Networking 
Mit einem interaktiven Rahmenprogramm, u.a. mit Dancing Star Conny Kreuter, Publikumsdiskussionen, und einem kulinarischen Ausklang war der 1. Frauen in der Umwelt Impulstag ein Erfolg. „Wir denken schon an den nächsten Impulstag“, so Stefanie Werinos.

Danke an unseren Medienpartner Kleine Zeitung!
Über den Verein Frauen in der Umwelt 
„Der Verein „Frauen in der Umwelt“ setzt sich engagiert für die Sichtbarkeit und Stärkung von Frauen in den Bereichen Umwelt, Recht und Technik ein. Ziel ist es, Frauen aus den Bereichen Umweltrecht, Umwelttechnik und verwandten Disziplinen stärker sichtbar zu machen und ihre Ideen, Expertise und Energie zu bündeln, um gemeinsam Veränderungen in Bewegung zu setzen. Damit versteht sich der Verein nicht nur als Ort der Begegnung mit regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen, Fachvorträgen und Exkursionen sondern auch als Stimme für mehr Diversität und als Motor für strukturelle Veränderungen in der Umweltbranche. Vereinsobfrau ist Stefanie Werinos, Partnerin bei PHH Rechtsanwält:innen und Expertin für Umwelt-, Energie- und Vergaberecht. Mit ihr im Vorstand sind Julia Konrad, Projektmanagerin K1-Group, Babara Leitner, Büro für Freilandökologie und Naturschutzplanung, , Simone Tober, Rechtsanwältin und Expertin für Umweltstrafrecht bei LeitnerLaw sowie Elisabeth Peneder, Head of Operations PHH als Vereinssekretärin.

Kontakt

Verein Frauen in der Umwelt

Rückfragehinweis Verein Frauen in der Umwelt
Presse: Mag. Katharina Scheyerer-Janda
Tel: +43 699 118 823 16
E-Mail: katharina.scheyerer-janda@ikp.at


Vereinskontakt
Elisabeth Peneder
Vereinssekretärin
E-Mail: office@fraueninderumwelt.at
www.fraueninderumwelt.at

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PHH_Foto_Fidu_Impulstag_Panel_KI
1 600 x 2 133 © Frauen in der Umwelt
PHH_Foto_Impulstag_Lukas Kenner
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PHH_Foto_Impulstag_Panel Mikroplastik
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PHH_Foto_Impulstag_Verein FiDU
1 800 x 1 350 © Frauen in der Umwelt