IKP
18.06.2019

bellaflora-Studie: „Der Garten im Klimawandel“

Wahrnehmung, Veränderungen, Nutzung

bellaflora Pressegespräch_Der Garten im Klimawandel1_c Richard Tanzer

Mag. Franz Koll, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von bellaflora, Patricia Schweiger-Bodner, bellaflora Geschäftsführerin, DDr. Paul Eiselsberg, IMAS-Prokurist

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Wien, am 19. Juni 2019_Entschleunigung, Naturverbundenheit, Pflanzenzucht – jeder Hobbygärtner sucht in seinem Garten oder auf seinem Balkon seine ganz eigene Zufriedenheit. Doch die Wohlfühloase ist gefährdet: Längst ist der Klimawandel kein ausschließlich globales, und damit ein wenig abstraktes Thema. Vielmehr ist er direkt vor unserer Haustüre angekommen. Das ist auch das Ergebnis einer aktuellen IMAS-Umfrage im Auftrag von bellaflora. Österreichs Grüne Nummer 1 hat bereits mit seinem Sortiment und der Beratung auf die Veränderungen reagiert und auch die wichtigsten Empfehlungen für die heimischen Gärtner zusammengefasst.

Das Schmelzen der Gletscher, Waldbrände, sintflutartige Hochwasser, ausgedorrte Rasenflächen in südlichen Ländern: Bis vor kurzer Zeit waren das die ersten Bilder in unseren Köpfen, wenn das Stichwort „Klimawandel“ fiel. Dazu kommen alarmierende Vorhersagen: So prognostiziert der US-Wetterdienst AccuWeather einen Extrem-Sommer mit intensiver Hitze in großen Flächen Europas. Doch die Veränderungen in unserer Umwelt rücken näher, machen uns auch direkt betroffener.

bellaflora wollte wissen, wie stark die Österreicherinnen und Österreicher diese Veränderungen empfinden, welche Rolle ihr Garten oder ihr Balkon dabei spielt und welche Beobachtungen sie dort beunruhigen.
1.002 Österreicherinnen und Österreicher zwischen 16 und 69 Jahren hat IMAS im Mai 2019 dazu befragt. „Wir wissen aus bereits erfolgten Studien, dass die grüne Wohlfühloase ausgesprochen wichtig ist. Das zeigt sich auch in diesen Zahlen, denn 88 % der Interviewten nutzen einen Garten, Balkon oder eine Terrasse. Zugleich sind wir Zeitzeugen einer Veränderung, die wir im wahrsten Sinn des Wortes vor unserer Haustür spüren. Doch wie stark nehmen wir sie wahr und woran genau machen wir das fest?“, erklärt IMAS Prokurist DDr. Paul Eiselsberg das Ziel der Umfrage.

Sorge im Land der Gärtner
Befragt man die heimische Bevölkerung nach ihrem persönlichen Eindruck, so antworten in Summe 94 %, dass sich unser Klima – also vom Wetter bis zur Temperatur – in den letzten Jahren sehr stark bzw. einigermaßen verändert hat. Und sie sorgen sich: 35 % der Gesamtbevölkerung sehr stark, 49 % einigermaßen. Des Weiteren ist die absolute Mehrheit der Meinung, dass sich der Klimawandel zumindest einigermaßen auf unsere Lebensweise auswirkt.
Drei von fünf Österreichern haben bereits in den letzten Gartensaisonen Beobachtungen gemacht, dass Pflanzen unter Hitzestress und geänderten Klimabedingungen leiden. Die häufigsten Veränderungen werden bei Rasenflächen, Bäumen und blühenden Pflanzen beobachtet.
Zu den häufigsten beobachteten Veränderungen in der letzten Gartensaison zählen vor allem der höhere Wasserbedarf sowie frühere bzw. andere Blühzeiten.

Doch auch in der Insektenwelt werden Veränderungen wahrgenommen. Vier von fünf Befragten haben dies bestätigt, 77 % davon in der Umgebung, mehr als die Hälfte im eigenen Garten. Während bei Schädlingen wie Läusen, Schnecken oder Spinnmilben überwiegend der Eindruck besteht, dass diese in den letzten Jahren mehr geworden sind, wird die Anzahl der Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge oder Marienkäfer und Hummeln als rückgängig registriert.

Erhoben wurde ebenfalls, warum der Außenbereich so wichtig ist. Für die befragten Nutzer von Garten, Balkon oder Terrasse stellt der Garten am ehesten einen Ort der Entschleunigung und des Wohlfühlens dar. Sehr große Zustimmung besteht zudem darin, dass man sich dort mehr mit der Natur verbunden fühlt, und dass man etwas selbst schaffen und gestalten kann. Zudem sind 64 % der Befragten der Meinung, dass sie mit der Gestaltung ihres Gartens oder ihrer Terrasse die Natur schützen können. Dazu bellaflora Geschäftsführer Mag. Franz Koll: „Wir wollen unsere Kunden genau dabei unterstützen, sich ihre eigenen Wohlfühloasen zu schaffen und damit auch die Naturverbundenheit und den Naturschutz leben zu können. Und dies eben auch unter den klimatischen Veränderungen, die wir sehen und die auch nicht mehr weggehen.“

Besonders stark sind die Nutzer eines Gartens, einer Terrasse oder eines Balkons davon überzeugt, dass chemisch-synthetische Gifte im Hausgarten nichts verloren haben und Händler solche Dünger und Pflanzenschutzmittel nicht mehr verkaufen dürfen sollten. Zudem besteht die Meinung in dieser Gruppe, dass der Gesetzgeber strengere Regeln gegen den Klimawandel erlassen muss. Drei Viertel sind der Ansicht, dass Händler bei Pflanzen mehr auf Nachhaltigkeit achten sollten. Koll: „Wir sind froh über diese Ergebnisse, zeigen sie doch, dass unsere diesbezüglichen Entscheidungen richtig waren.“ bellaflora hat 2012 die Umstellung der Pflanzenpflege begonnen und 2013 alle chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel ausgelistet. Koll: „Wir werden diesen Weg konsequent im Sinne einer gesunden Umwelt weitergehen. Das Monsanto-Urteil war ja sehr deutlich und daran kann man erahnen, wie gefährlich dieses Mittel sein kann. Und hier ist eine gesetzliche Regelung die logische Konsequenz, speziell für den privaten Anwendungsbereich. Das Land Kärnten hat dies ja bereits eingeleitet und andere Bundesländer scheinen zu folgen. Wir begrüßen dies, da Umweltschutz ja nicht nur der Umwelt etwas bringen, sondern auch Mensch und Tier schützen soll. Er geht uns alle an, es geht um unseren Planeten, auf dem wir alle wohnen und leben dürfen.“

Das Verhalten im Garten ändert sich bellaflora Geschäftsführerin Patricia Schweiger-Bodner: „Wir wollten wissen, was unsere Kunden im Detail bewegt und was sie brauchen, um ihren Garten in anspruchsvolleren Zeiten genießen zu können. Bei uns finden sie ja nicht nur Inspiration und die größte Vielfalt an 365 Tagen im Jahr, sondern auch gärtnerische Hilfe.“

Jene Gartennutzer, die mit der Gestaltung ihres Gartens oder ihrer Terrasse die Natur schützen möchten, sind eine wachsende Gruppe. Dies schlägt sich bei bellaflora im Kaufverhalten nieder: Dort sieht man einen klaren Trend zu Bio und bei essbaren Biopflanzen wie z.B. Gemüse, Obst, Kräuter wächst die Nachfrage seit vielen Jahren. Zahlreiche Kunden kaufen bewusster ein und schätzen besonders regionale Produkte. Aus diesem Grund erweitert und optimiert Österreichs Grüne Nummer 1 laufend das Sortiment in diese Richtung.

Etwa jeder zweite Österreicher, der einen Garten, Balkon oder eine Terrasse nutzt, achtet außerdem bei der Anschaffung von neuen Pflanzen auf ihre Hitzeresistenz und dass sie Trockenheit gut vertragen. Diesen Hobbygärtnern bietet bellaflora in der Hochsaison bzw. während des Sommers eine größere Auswahl „Hitzeresistente Pflanzen“ an. Dazu zählt zum Beispiel Gemüse, das sehr gut mit der Hitze umgehen kann, wie Auberginen, Paprika und Tomaten. Andernfalls eignen sich Sträucher und Bäume gut. Schweiger-Bodner: „Der zusätzliche Vorteil von Bäumen ist, dass sie uns Schatten spenden, die Lufttemperatur kühlen und die beste natürliche Klimaanlage sind.“
Und bellaflora führt die Klassiker wie Kakteen, diverse Sukkulenten, Sonnenblumen, Gräser, Bougainvillea. Ringelblumen, Petunien, Hibiskus, Taglilien, bis hin zu Portulak, Gazanien oder Japanischer Myrthe.

Ein wesentliches Thema ist natürlich das Wasser. Der höhere Wasserbedarf führt beispielsweise dazu, dass 42 % der Gartennutzer, die Veränderungen in der Pflanzenwelt wahrgenommen haben, Regenwasser-Sammelsysteme verwenden. Schweiger-Bodner: „Außerdem wird Wassersammeln zum Sport! Nostalgische Holzfässer, Zinkwannen und vieles mehr wird hip. Und clevere Bewässerungssysteme wiederum helfen beim Wassersparen.“

Die größten Veränderungen nehmen Gartenbesitzer offenbar beim Rasen wahr. Die Trockenheit in Kombination mit Bewässerungsverboten in langen Trockenzeiten machen ihnen zu schaffen. bellaflora empfiehlt hier im ersten Schritt, das Bodenleben zu stärken und zu füttern. Den Schnitt vom Mähen kann man als Nahrung für die Bodenorganismen liegen lassen. Lässt man den Rasen in den heißen Monaten zwischen vier und acht Zentimeter hoch wachsen, beschattet er sich selbst und es bleibt direkt am Boden kühler. Dann leiden das Bodenleben und die Wurzeln nicht so sehr. Und man sollte die Tagesrandzeiten nutzen: Rasenmähen am Abend kann helfen, dass die Schnittstellen nicht so schnell austrocknen. Gießen oder Sprengen am frühen Morgen ist besser, da der Boden noch kühler ist und das Wasser besser aufgenommen werden kann. Andernfalls die späten Abendstunden nützen, auf keinen Fall während des Tages.
Eine intensive Bewässerung z.B. zweimal die Woche ist besser als eine tägliche, aber dafür kurze Sprengung. Die ideale Wassermenge ist von den Wurzeln abhängig, aber der Rasen sollte auf keinen Fall geflutet werden.
Rasen braucht Dünger, z.B. Rasenlangzeitdünger von Biogarten. bellaflora empfiehlt, im Juni und im August und im September – dann mit einem Herbstdünger – zu düngen und darauf zu achten, dass der Rasen trocken ist. Ideal wäre, wenn ein Teil der Rasenfläche stehen bleiben darf. Dies dient auch den Nützlingen wie Bienen, Schmetterlingen oder Käfern.

Wie es weitergeht
Was die zukünftigen Entwicklungen in der Pflanzen- und Gartenwelt betrifft, besteht in der Bevölkerung mehrheitlich die Meinung, dass blühende Pflanzen für die Artenvielfalt wichtiger sind als immergrüne Hecken. Die von IMAS Befragten gehen davon aus, dass zukünftig mehr widerstandsfähige und hitzebeständige Obstsorten und Gemüsepflanzen benötigt werden. Außerdem besteht ein erhöhter Bedarf an Obstsorten sowie an robusten Bäumen und Hecken, Blumenbeeten und blühenden Pflanzen bzw. Kräutern. Die wichtigsten Empfehlungen für den Garten im Klimawandel:
• Hitze- bzw. wasserresistente Pflanzen, abgestimmt auf Lage und Größe der Freifläche. Klassische Balkon- und Gartensortimente werden durch Sukkulente, Kakteen, Yucca und Palmen und vielem mehr aus afrikanischen und australischen Florenbereichen bereichert oder auch ersetzt.
• Clevere Bewässerungssysteme, die Wasser sparen sind wichtig.
• Ausschließlich ökologische Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmittel verwenden.
• Heimische Bäume und Sträucher pflanzen. Das dient der Beschattung, bindet CO2, schützt den Boden vor Niederschlägen und versorgt das Bodenleben mit wertvoller Biomasse.
• Rasenflächen richtig behandeln und das Bodenleben gesund halten.
• Maulbeeren, Kaki, Granatäpfel, Ingwer und vieles mehr wartet darauf entdeckt zu werden – die globale Klimaveränderung birgt also auch wunderbare Chancen, um den Speiseplan zu bereichern.

Schweiger-Bodner: „Die Sommer sind ja nicht nur intensiver, sie dauern zudem länger – oft bis in den Oktober hinein. Jede sinnvolle Investition ins eigene Grün rentiert sich also umso mehr.“

Studiendesign: N=1.002; österreichische Bevölkerung von 16-69 Jahre; davon 880 Nutzer von Garten/Terrasse/Balkon. Onlinebefragung von 13. bis 20. Mai 2019.


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Über bellaflora
bellaflora ist Österreichs führendes Unternehmen für naturnahes Gärtnern und Dekorieren. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und erwirtschaftete 2018 einen Nettoumsatz von 83 Mio. Euro. In den 27 Filialen sind derzeit ca. 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – 26 davon sind Lehrlinge. Das Unternehmen steht in österreichischem Privateigentum. Die Firmenzentrale befindet sich in Leonding bei Linz. Mehr Informationen zum Unternehmen unter: www.bellaflora.at

Als Österreichs Grüne Nummer 1 ist bellaflora dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der nachhaltigen Nutzung der Ressourcen in besonderer Weise verpflichtet. 2016 erhielt bellaflora den österreichweiten TRIGOS für ihr ganzheitliches CSR-Management. Mehr zu Nachhaltigkeit unter: nachhaltig.bellaflora.at


Kontakt

bellaflora Pressestelle
Mag. Katharina Kutsche, ikp Wien
Museumstraße 3/5, 1070 Wien
+43 1 524 77 90 34
+43 650 593 5876
bellaflora@ikp.at
www.ikp.at
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Patricia Schweiger-Bodner, Geschäftsführerin bellaflora
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Franz Koll, Geschäftsführer bellaflora
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Mag. Franz Koll, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von bellaflora, Patricia Schweiger-Bodner, bellaflora Geschäftsführerin, DDr. Paul Eiselsberg, IMAS-Prokurist

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