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Wien, im Jänner 2026 – Der Bundesverband Sonnenschutztechnik (BVST) ist auch 2026 Kooperationspartner der Holzforschung Austria und damit des renommierten Fenster-Türen-Treffs, der am 5. und 6. März 2026 im Congress Salzburg sein 25-jähriges Jubiläum begeht. Dort feiert auch das Ergebnis eines besonderen Forschungsprojektes seine Premiere: der Leitfaden „Dicht ums Fenster", der alle beteiligten Gewerke – von Fensterbau über Wärmedämmverbundsysteme bis hin zu Sonnenschutz und Fensterbänken – an einen Tisch bringt. Das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderte Projekt schafft eine einheitliche, gewerkeübergreifende Lösung für professionelle Anschlüsse rund ums Fenster.
„Wo verschiedene Gewerke aufeinandertreffen, entstanden bisher oft Unstimmigkeiten und in der Folge Bauschäden. Der neue Leitfaden ist ein Fortschritt für die gesamte Branche", erklärt DI Fuad Salic, Sprecher des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik. „Erstmals ist es gelungen, alle Beteiligten aus den Bereichen Fensterbau, Fassade, Sonnenschutztechnik und weiterer Gewerke gemeinsam an einer Lösung arbeiten zu lassen. Das Ergebnis ist ein praxistaugliches Werk, das ab dem ersten Quartal 2026 gültig ist."
Ein Leitfaden als Antwort auf jahrelange Herausforderungen
Die Schnittstellen rund um das Fenster gelten schon lange als neuralgischer Punkt im Bauwesen. Wenn Wärmedämmverbundsysteme, Fensterbänke, Fenster und außenliegender Sonnenschutz wie zum Beispiel Rollläden, Raffstore oder Fassadenmarkisen, zusammentreffen, ist höchste Präzision gefragt. Fehlende Abstimmung zwischen den Gewerken führte in der Vergangenheit immer wieder zu undichten Anschlüssen, Wärmebrücken und Feuchtigkeitsschäden. Jedes Gewerk arbeitete nach eigenen Standards – eine einheitliche Vorgehensweise fehlte.
Genau hier setzt der Leitfaden „Dicht ums Fenster" an. Im Rahmen des FFG-geförderten Forschungsprojekts haben Expert*innen aller betroffenen Branchen gemeinsam unter der Federführung der Holzforschung Austria Antworten erarbeitet. Das Ergebnis ist ein Regelwerk, das klare Vorgaben für die Planung und Ausführung dichter, schadensfreier Anschlüsse liefert. „Die Zusammenarbeit war intensiv, aber sie hat sich gelohnt", freut sich Salic. „Wir haben bewiesen, dass die Branche an einem Strang ziehen kann, wenn es um Qualität, Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit geht. Der Leitfaden wird nicht nur Planungssicherheit schaffen, sondern auch die Lebensdauer von Gebäuden verlängern und deren Energieeffizienz optimieren."
Premiere beim Jubiläums-Fenster-Türen-Treff in Salzburg
Die offizielle Vorstellung des Leitfadens erfolgt am 5. und 6. März 2026 beim Fenster-Türen-Treff, dem führenden Branchenevent der Fenster-, Türen- und Sonnenschutzbranche in Österreich. Der BVST ist als Kooperationspartner neben dem Verein Plattform Fenster Österreich und der Bundesinnung Tischler und Holzbauer an der Ausrichtung beteiligt.
Das diesjährige Programm widmet sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Baubranche. Besonders relevant für die Thematik dichter Anschlüsse ist der Vortrag „RUNDUM DICHT? Wenn Wärmedämmverbundsystem, Fensterbank und Sonnenschutz zusammentreffen" und danach folgt die Einführung in den Leitfaden „Dicht ums Fenster" durch die beteiligten Verbände. Die Veranstaltung bietet damit eine einzigartige Plattform für den fachlichen Austausch und die Vernetzung aller Beteiligten.
Die Partnerschaft mit der Holzforschung Austria, die 2023 begründet wurde, trägt weiterhin Früchte. „Die wissenschaftliche Begleitung durch die Holzforschung Austria ermöglicht es uns, den Wirkungsgrad moderner Sonnenschutzlösungen mit aktuellen Forschungsergebnissen zu belegen und kontinuierlich weiterzuentwickeln", betont Salic.
Die nächsten Schritte: Schulungen und Global Shading Day
Die Vorstellung des Leitfadens ist erst der Anfang. Im Anschluss an den Fenster-Türen-Treff sollen umfassende Schulungen angeboten werden, um die praktische Umsetzung in der Branche zu gewährleisten. „Wir wollen sicherstellen, dass das Know-how aus dem Leitfaden flächendeckend bei allen Gewerken ankommt", so Salic. „Nur wenn alle Beteiligten nach denselben Standards arbeiten, können wir die gewünschte Qualität erreichen."
Darüber hinaus lenkt der BVST den Blick bereits auf ein weiteres wichtiges Datum: den Global Shading Day am 21. März 2026. Dieser weltweite Aktionstag rückt die Bedeutung von außenliegendem Sonnenschutz für Klimaschutz, Energieeffizienz und Wohnkomfort in den Mittelpunkt. „Dynamischer Sonnenschutz an Gebäuden ist ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg", unterstreicht Salic.
Über den Bundesverband SonnenschutztechnikDer Bundesverband Sonnenschutztechnik ist der Dachverband der österreichischen Sonnenschutzindustrie. Kooperationspartner sind u. a. klimaaktiv, Österreichisches Institut für Baubiologie und -ökologie (IBO), Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT), Dienstleister Energieeffizienz und Contracting Austria (DECA), Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich, Plattform Innovative Gebäude Österreich und Lichttechnische Gesellschaft Österreichs (LTG).
Der Verband repräsentiert 19 Mitgliedsbetriebe mit insgesamt über 1.500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Er sichert mit einer Wertschöpfung von ca. 800 Mio. Euro an die 10.000 heimische Arbeitsplätze vor allem im gewerblichen Bereich.
Der BVST ist Gründungsmitglied des Europäischen Dachverbandes ES-SO (European Solar Shading Organization), zu dem 27 Mitgliedsverbände zählen. Verbandsweit ermöglichen alle mit Sonnenschutz verbundenen Leistungen (bis hin zu Montage und Serviceleistungen) Arbeitsstellen für 400.000 Angestellte und Arbeiter, die einen Gesamtumsatz von ca. 15 Milliarden Euro erwirtschaften.
www.bvst.at
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