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17.11.2020

Cyberkriminelle nutzen Cloud-Technologie zur Beschleunigung von Angriffen auf Unternehmen

Trend Micro Research findet Terabytes gestohlener Daten zum Verkauf in Cloud-Logs

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Die zehn Websites, für welche die meisten Zugangsdaten gestohlen wurden – basierend auf der Analyse eines Beispieldatensatzes durch Trend Micro. Google führt die Liste an, gefolgt von Facebook, Microsoft und PayPal.

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Wien, 17. November 2020 – Trend Micro hat eine neue Art der Cyberkriminalität identifiziert. Kriminelle nutzen Cloud-Dienste und -Technologien, um Angriffe zu beschleunigen. Unternehmen haben somit weniger Zeit, um einen Datenverlust zu erkennen und darauf zu reagieren.

Forscher von Trend Micro fanden Terabytes an internen Geschäftsdaten von Unternehmen sowie Logins für beliebte Anbieter wie Amazon, Google, Twitter, Facebook und PayPal, die im Dark Web zum Verkauf angeboten werden. Die Daten werden durch Zugriff auf die Cloud-Logs verkauft, in denen sie gespeichert sind. Diese Art des Angebots führt dazu, dass eine größere Zahl an gestohlenen Konten monetarisiert werden kann. Zudem verringert sich die Zeitspanne vom ursprünglichen Datendiebstahl bis zu dem Zeitpunkt, an dem gestohlene Informationen gegen ein Unternehmen eingesetzt werden können, von mehreren Wochen auf nur wenige Tage oder Stunden.

„Der neue Markt für den Zugriff auf Cloud-Logs ermöglicht es Cyberkriminellen, gestohlene Informationen schneller und effektiver zu nutzen. Das sind schlechte Nachrichten für die Sicherheitsverantwortlichen von Unternehmen“, erklärt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. „Diese Entwicklung zeigt, dass auch Angreifer Cloud-Technologien nutzen, um Unternehmen zu kompromittieren. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass auch Firmen, die nur On-Premise-Systeme nutzen, nicht vor Angriffen geschützt sind. Vielmehr müssen alle Unternehmen sicherstellen, dass sie sich wirklich absichern und dass sie über die notwendige Transparenz und Kontrolle verfügen, um schnell auf etwaige Vorfälle reagieren zu können.“

Sobald ein Käufer den Zugriff auf Logs mit gestohlenen Daten in der Cloud erworben hat, kann er diese Informationen für einen erneuten Cyberangriff verwenden. Beispielsweise finden sich in diesen Logs häufig Zugangsdaten für das Remote Desktop Protocol (RDP), das einen beliebten Einstiegspunkt für Cyberkriminelle darstellt, die Unternehmen mittels Ransomware erpressen.

Die Speicherung von gestohlenen Datenmengen im Terabyte-Bereich in Cloud-Umgebungen ist für kriminelle Organisationen ähnlich attraktiv wie für legitime Unternehmen: Cloud-Speicher bietet Skalierbarkeit und höhere Geschwindigkeiten. So wird durch größere Rechenleistung und Brandbreite eine Optimierung der Abläufe ermöglicht.

Der Zugang zu diesen Logs mit Cloud-Daten wird oft auf Abonnementbasis für bis zu 1.000 Dollar pro Monat verkauft. Bereits ein einziges Log kann Millionen von Datensätzen umfassen. Für häufiger aktualisierte Datensätze oder das Versprechen relativer Exklusivität werden höhere Preise erzielt.

Durch den einfachen Zugriff auf Daten können Cyberkriminelle die Ausführung von Angriffen rationalisieren und beschleunigen sowie die Zahl ihrer potenziellen Opfer erhöhen. Daran zeigt sich auch die Anpassungsfähigkeit der Cyberkriminalität: Indem sichergestellt wird, dass Bedrohungsakteure, die auf bestimmte Bereiche spezialisiert sind – etwa auf Kryptowährungs-Diebstahl oder E-Commerce-Betrug – schnell und günstig Zugriff auf die von ihnen benötigten Daten erhalten, können diese noch größeren Schaden anrichten.

Der Trend Micro-Bericht warnt davor, dass solche Aktivitäten in Zukunft sogar einen neuen Typen von Cyberkriminellen hervorbringen könnten: Einen Experten im Data Mining, der maschinelles Lernen zur Verbesserung der Vorverarbeitung und Extraktion von Informationen nutzt, um deren Nutzen für die Käufer zu maximieren. Mit der zunehmenden Professionalisierung der Cyberkriminalität wird der allgemeine Trend in Richtung Standardisierung von Dienstleistungen und Preisen auf Untergrundmarktplätzen gehen.

Weitere Informationen

Die vollständige Untersuchung von Trend Micro Research ist unter folgendem Link zu finden: https://www.trendmicro.com/vinfo/de/security/news/cybercrime-and-digital-threats/cybercriminal-cloud-of-logs-the-emerging-underground-business-of-selling-access-to-stolen-data 

Über Trend Micro
Als einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Sicherheit hilft Trend Micro dabei, eine sichere Welt für den digitalen Datenaustausch zu schaffen. Mit über 30 Jahren Sicherheitsexpertise, globaler Bedrohungsforschung und beständigen Innovationen bietet Trend Micro Schutz für Unternehmen, Behörden und Privatanwender.
Dank unserer XGen™ Sicherheitsstrategie profitieren unsere Lösungen von einer generationsübergreifenden Kombination von Abwehrtechniken, die für führende Umgebungen optimiert ist. Vernetzte Bedrohungsinformationen ermöglichen dabei besseren und schnelleren Schutz.
Unsere vernetzten Lösungen sind für Cloud-Workloads, Endpunkte, E-Mail, das IIoT und Netzwerke optimiert und bieten zentrale Sichtbarkeit über das gesamte Unternehmen, um Bedrohung schneller erkennen und darauf reagieren zu können.
Mit über 6.700 Mitarbeitern in 65 Ländern und der weltweit fortschrittlichsten Erforschung und Auswertung globaler Cyberbedrohungen ermöglicht Trend Micro Unternehmen, ihre vernetzte Welt zu schützen.
Die deutsche Niederlassung von Trend Micro befindet sich in Garching bei München. In der Schweiz kümmert sich die Niederlassung in Wallisellen bei Zürich um die Belange des deutschsprachigen Landesteils, der französischsprachige Teil wird von Lausanne aus betreut; Sitz der österreichischen Vertretung ist Wien.
Weitere Informationen zum Unternehmen und seinen Lösungen sind unter www.trendmicro.com verfügbar, zu aktuellen Bedrohungen unter blog.trendmicro.de sowie blog.trendmicro.ch.

Kontakt

Ines Schmied-Binderlehner
ikp Wien GmbH
Museumstraße 3/5
1070 Wien
Telefon: +43 1 524 77 90
E-Mail: trendmicro@ikp.at
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