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Baden, im April 2025_Der Klimawandel ist nicht nur in aller Munde, er ist bereits spürbar: Extremwetterereignisse wie Überhitzung und Hochwasser haben die letzten Jahre geprägt. Besonders Städte sehen sich mit ständig wachsender Flächenversiegelung konfrontiert. Der richtige Umgang mit Regenwasser gewinnt daher immer mehr an Bedeutung und so ging heuer das Fachseminar für Regenwassermanagement in die zweite Runde: ACO, der ÖGLA und Optigrün luden zu einem Austausch für Expert*innen aus Architektur, Stadtplanung und Bauwirtschaft und stellten nachhaltige Lösungen für den Umgang mit dem wertvollen Nass sowie zukunftsweisende Konzepte für klimaresiliente Städte vor.

Auch in diesem Jahr war das Interesse groß: Rund 300 Teilnehmende besuchten das Fachseminar für Regenwasser, das in Wien, Linz und Graz heuer zum zweiten Mal stattfand. Rene Kaltenbacher, Vertriebsleiter bei ACO, betonte den Erfolg der Veranstaltung bei der Eröffnung: „Wir sind begeistert, dass wir so viele Teilnehmer*innen begrüßen durften. Das zeigt uns, dass die Themen Regenwassermanagement und zukunftsorientierte Stadtplanung immer wichtiger werden – nicht nur in den Fachbranchen, sondern auch im allgemeinen Diskurs.“

Die Veranstaltung wurde von DI Dr. Stephanie Drlik, Geschäftsführerin ÖGLA, mit einem spannenden Vortrag über den Bedarf, unsere Lebensräume an den Klimawandel anzupassen, eröffnet. Die Bedrohung durch den Klimawandel und die aktuellen geopolitischen Umstände verdeutlichen die komplexen Umbrüche, in denen wir uns befinden. Aber Umbrüche bieten auch Chancen, wie sie in ihrem Vortrag betonte: „Auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt – die Menschen nehmen den Klimawandel ernst und wollen handeln. Das ist das Gute an Krisen – sie bieten auch immer neue Chancen“. Um insbesondere Städte klimafit zu planen, sei vor allem ein Aspekt wichtig: Flexibilität. Man müsse bereit sein, die Strategien immer wieder neu zu evaluieren, zu überdenken und sie kontinuierlich anzupassen. Manche Gesetze oder Maßnahmen aus dem neuen Regierungsprogramm können für die nächsten fünf Jahre gut funktionieren, manche für die nächsten zehn Jahre. Ein ganzheitlicher Ansatz ist das Um und Auf, um das Silo-Denken zu überwinden. Für die Planung und Gestaltung von klimaresilienten Städten nennt sie das Schlagwort „Nature positivity“ – denn bei Begrünung von urbanen Lebensräumen gilt „mehr ist mehr“.
Der anschließende Fachvortrag von DI Roman Satzinger (OPTIGRÜN) unterstrich diesen Ansatz eindrucksvoll und zeigte, wie Retentionsdächer maßgeblich zur klimaresilienten Stadt- und Raumplanung beitragen. Gründächer bieten zahlreiche Vorteile – sie schützen die Dachabdichtung, verbessern das Mikroklima und steigern sowohl die Wohnqualität als auch den Ertrag von Solaranlagen. Aktuell stehen vor allem folgende Gründe für Dachbegrünungen im Fokus: die Entstehung von Hitzeinseln, die Überlastung des Kanalsystems durch Starkregen, der Verlust der Biodiversität sowie zunehmende Trockenheit und Dürre.

Vom Sammeln bis zur kontrollierten Ableitung – das ACO System
Die zunehmende Urbanisierung stellt unsere Umwelt vor neue Herausforderungen. Es bedarf daher langfristiger Lösungen, die wertvolle Ressourcen wie Regenwasser besonders schonend und fachgerecht in den natürlichen Zyklus zurückbringen. ACO, als führender Experte für Entwässerungslösungen, betrachtet Regenwassermanagement als ganzheitlichen Kreislauf und sieht die wesentlichen Aufgaben im Zuge einer geordneten Wasserwirtschaft in den Aufgaben des kontrollierten Sammelns, der Reinigung sowie der Versickerung und kontrollierten Ableitung. Die ACO-Experten Lorenz Bouvier, Stefan Wiltsche und Markus Spörk zeigten auf, wie diese Prozesse in städtischen Bereichen, wo natürliche Versickerungsprozesse limitiert sind, durch den ACO WaterCycle nachgebildet werden können.

Sichere Reinigung durch platzsparende technische Filter
Der ACO WaterCycle ist auf urbane Räume mit hoher Flächenversiegelung ausgelegt und sorgt dafür, dass Flächen im öffentlichen Raum auch bei Starkregen und großen Abwassermengen nutzbar bleiben. Zusätzlich übernimmt der ACO WaterCycle einen wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit: Die notweniger Vorreinigung. Der Einsatz von technischen Filtern unter der Oberfläche wirkt wesentlich platzsparender als traditionelle Lösungen wie Grünmulden. Der ACO Stormclean TF (technischer Filter) reinigt das Wasser von partikular gebundenen Schadstoffen (PAK), Schwermetallen und Leichtflüssigkeiten (Öl, Benzin, etc.) in einem unterirdischen, glasfaserverstärkten Kunststofftank, zertifiziert nach ÖNORM B 2506-3. Durch ihn können Flächen im Verhältnis von 1:250 zu entwässern – das bedeutet, dass für 1m2 Filterfläche 250 m2 versiegelte Fläche entwässert werden können. Mit der so entstandenen Nutzfläche kann beispielsweise mehr Platz für Beschattung oder das Schwammstadtprinzip geschaffen werden.

Entwässerung auf ganzer Linie
Basierend auf der ÖNORM EN 1433 hat ACO unterschiedlichste Rinnen entwickelt, die sich je nach Belastung, Einsatzbereich, Abwassermenge und Designansprüche einsetzen lassen – darunter die Multiline® Sealin, DRAIN Multiline® NX, PowerDrain® Performance, Monoblock RD®, ACO Pfuhler Betonschlitzrinne, Randsteinentwässerung KerbDrain®. Die breite Produktpalette bietet Planer*innen sowohl funktionale als auch optische Rinnen für jedes Projekt. Mit dem neuen ACO-Werkstoff NEXITE wurde der Bedarf für Beton abgedeckt und ergänzt die Multimaterialkompetenz in der ACO Drain® Familie.

Think globally, act locally
Das Seminar verdeutlichte, dass Stadtplanung für die Zukunft uns alle betrifft. Wir bestimmen, wie wir mit unseren Lebensräumen und unserem Wohlbefinden umgehen und in welchen Städten wir leben möchten. Regenwassermanagement gilt als Schlüsselkomponente für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Ein Beispiel aus der Praxis konnten die Besucher*innen beim Pop-up Stand begutachten: Hier zeigte Mag. Christopher Peiritsch, Produktmanagement & Anwendungstechnik Bauelemente ACO, das Schwammstadtprinzip für Stadtbäume und den intelligenten Baumtrog – die ACO ClimateBox – und wie Bäume als natürlichste Klimaanlage agieren. Gemeinsam können technische Innovationen sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Politik, Verbänden, Unternehmen und Menschen nicht nur die Resilienz von Städten gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels stärken, sondern diese auch zu lebenswerteren, gesünderen und grüneren Orten machen – und das langfristig.

Über ACO Österreich
1946 von Josef-Severin Ahlmann gegründet, zählt die ACO Gruppe heute zu den weltweit führenden Anbietern von Entwässerungssystemen in den Bereichen Hochbau, Tiefbau und Haustechnik und wird auch heute noch von der Eigentümerfamilie Ahlmann geleitet.
ACO ist auf sechs Kontinenten in 50 Ländern der Welt mit 40 Produktionsstätten vertreten. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich nach wie vor am Stammsitz in Rendsburg/Deutschland. In Österreich ist ACO bereits seit 1993 vertreten und zählt zu den führenden Anbietern für Gebäude- und Flächenentwässerung. Der Firmensitz ist in Baden bei Wien, die Geschäftsführung liegt in den Händen von Dr. Ernst Strasser.
Weltweit beschäftigt die Gruppe 5.300  Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2023 1,15 Mrd. Euro.
Weitere Informationen: www.aco.at


Kontakt

ACO Staudinger

ACO GmbH
Michael Staudinger, BA
Head of Marketing AT & East Europe
Tel.: +43 / 2252 / 22 420–8080
Mobil: +43 / 664 / 889 130 50
E-Mail: michael.staudinger@aco.at
www.aco.at/presse

Pressestelle ACO Österreich
ikp Wien GmbH
Eva Fesel
Tel. +43 / 1 / 524 77 90-31
E-Mail: aco@ikp.at
www.ikp.at


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