Wien, März 2026: Wer hat sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie viel CO2 ein Download kostet? Wie CO2 und Lesezeit zusammenhängen? Oder welchen CO2-Unterschied umweltfreundliches Papier bei Druckprodukten wie Zeitungen oder Prospekten ausmacht? Die Kampagne „Print wirkt nachhaltig“ soll zur Reflexion über das eigene Kommunikationsverhalten und CO2-Einsparungspotential anregen.
Die kürzlich erschienene Ökobilanzstudie des Öko-Instituts Freiburg zeigt, dass Werbung in Printprodukten mitunter deutlich weniger CO2 emittiert als deren digitale Varianten, dass es aber in beiden Varianten Einsparungspotenziale gibt. „In der Diskussion über die Studie haben wir festgestellt, dass viele Menschen sehr überrascht waren, dass Dateigrößen oder Lesezeit im digitalen Bereich einen so großen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck haben, während das bei Printprodukten nicht der Fall ist. Deshalb haben wir diese beiden Faktoren aufgegriffen und wollen ein Bewusstsein für nachhaltigere Kommunikation schaffen“, sagt Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien. Sigrid Eckhardt, Geschäftsführerin von Austropapier, ergänzt: „Im Mittelpunkt steht für uns kein Entweder-oder, sondern eine faktenbasierte Betrachtung der Frage, wie sich Kommunikation wirksam und zugleich nachhaltiger gestalten lässt.“ Bei Printprodukten sind vor allem die Wahl des Papiers und der bei der Produktion eingesetzte Energiemix entscheidend für deren Treibhausgaspotenzial, bei digitalen Produkten sind es die Nutzung auf den Endgeräten und der Energiemix der Datenserver. „Wer das eigene Nutzungsverhalten reflektiert und gezielt kommuniziert, kann CO₂ einsparen“, so Eckhardt.
Gestartet wird die Kampagne mit einem postalischen Directmailing an Agenturen und Marketingabteilungen, Anzeigen in Tages- und Wochenzeitungen sowie via Website und Social Media. „Wir freuen uns, dass wir auch Medienhäuser als Kooperationspartner gewinnen konnten, wie Falter, Kronenzeitung, Kurier, Oberösterreichische Nachrichten, den Verband der Regionalmedien Austria sowie Print & Publishing“, berichtet Sodoma. Wichtig ist den beiden Verbänden eine 360°-Ansprache. „Wir setzen uns für einen zielgerichteten Mix aus Print und Online ein, der die Zielgruppen wirksam erreicht und zugleich nachhaltig ist. Print spielt dabei eine wichtige Rolle, weil es aufmerksamkeitsstark ist und einen vergleichsweise geringen CO₂-Fußabdruck aufweisen kann“, betont Eckhardt.
Ökobilanzstudie zeigt: Print ist mitunter umweltfreundlicher
Basis für die Print-Kampagne sind die Ergebnisse der Ökobilanzstudie des Ökoinstituts Freiburg, in der Werbung in Printmedien mit ihren digitalen Äquivalenten verglichen und nach dem international anerkannten Standard für Lebenszyklusanalysen gemäß DIN EN ISO 14040/14044 und 14067 ausgewertet wurden. Das Ergebnis: Printwerbung verursacht für alle betrachteten Werbeformate weniger CO2 als deren digitale Pendants. Konkret haben gedruckte Werbeprospekte mit 642 kg CO2-Emissionen einen fünffach geringeren CO2-Fußabdruck als Online-Werbeprospekte im PDF-Format (3.360 kg CO2). Bei Anzeigen in Tageszeitungen zeigt sich für die Print-Variante ebenfalls ein deutlicher, wenn auch weniger starker, Umweltvorteil (67 kg CO2e) gegenüber Online-Werbebannern (102 kg CO2).
Über den Verband Druck Medien Österreich
Der Verband Druck Medien Österreich besteht seit 1872. Er ist die einzige umfassend kompetente und unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich. Der Verband vertritt mehr als 200 Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum internationalen Konzern. International ist er in der FESPA organisiert. Präsident ist Gerald Watzal, Offset 5020 in Salzburg.
Austropapier – Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie
Seit 150 Jahren vertritt Austropapier, die Vereinigung der österreichischen Papierindustrie, die Interessen ihrer 23 Mitgliedsunternehmen. In Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern, der Politik, Universitäten und Kooperationspartner:innen entlang der Wertschöpfungskette widmet sich Austropapier zentralen Themen wie Energie- und Rohstoffpolitik, Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie, Forschung und Innovation sowie der Ausbildung von Fachkräften. Präsident von Austropapier ist Dr. Martin Zahlbruckner.
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