Wien, April 2026_Erstmals in seiner Geschichte fand der traditionsreiche Somfy Expertentag auf DACH-Ebene statt. Rund 400 Teilnehmer aus der Sonnenschutz-, Fenster- und Gebäudeautomationsbranche informierten sich Mitte März in Wien über aktuelle Markttrends, Neuerungen im bestehenden Partnerprogramm und die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die im Drei-Jahres-Rhythmus stattfindende Veranstaltung bot neben einem informativen Vortragsprogramm viel Raum für gemeinsames Networking und fachlichen Austausch.
Den Auftakt bildete eine positive Botschaft von Nikolas Bransch, Geschäftsführer der Business Unit Zentraleuropa: Der Umsatz von Somfy in der DACH-Region ist 2025 um 5,5 % gewachsen. Bransch betonte, dass dieser Erfolg nur gemeinsam mit den Somfy-Experten erzielt werden konnte: „Sie alle hier im Raum bringen ganz wichtige Impulse für Verbesserungen – sei es für Innovationen, Abläufe oder Services.“ Er betonte den immer engeren partnerschaftlichen Austausch zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz und freute sich über einen positiven, von Aufbruchsstimmung geprägten Start ins Jahr.
Megatrends als Chance begreifen
Die Vorträge starteten mit einer fundierten Analyse der Rahmenbedingungen, unter denen das Fachhandwerk heute und in den kommenden Jahren agiert. Die zentrale Erkenntnis: Der Bedarf an intelligenten Produktlösungen für den automatischen Sicht- und Sonnenschutz ist absolut vorhanden – doch wer letztendlich wirklich profitiert, entscheidet sich durch die richtigen strategischen Weichenstellungen.
Eine entscheidende Rolle spielen dabei die aktuellen Megatrends und die Frage, wie das Fachhandwerk sie gezielt für sich nutzen kann. So verändert der Klimawandel die Anforderungen an Gebäude grundlegend: Prognosen zufolge werden wir ohne geeignete Gegenmaßnahmen bis 2045 in der DACH-Region fünfmal mehr Energie zum Kühlen im Sommer als zum Heizen im Winter benötigen. Hitzeschutz entwickelt sich damit vom Komfortmerkmal zur echten Notwendigkeit. Da viele Endkunden die Bedeutung moderner Sonnenschutzlösungen noch gar nicht kennen, war die Empfehlung eindeutig: Schluss mit abstrakten Klimadebatten, hin zur konkreten Realität. Denn „schlaflose Nächte", „überhitzte Dachgeschosse" und „hohe Kreislaufbelastung" berühren den Alltag unmittelbar.
Auch der demografische Wandel bringt eine strukturelle Verschiebung mit sich: Bis 2035 werden allein in Deutschland 20 Millionen zusätzliche Rentner erwartet, während nur 13 Millionen Beschäftigte nachrücken. Für das Handwerk bedeutet das: Die Auftragslage bleibt stabil oder steigt, der Engpass liegt bei den Fachkräften. Gefragt sind smarte Lösungen, die Prozesse vereinfachen, sowie eine klare digitale Positionierung als spezialisierter Betrieb – denn wer online nicht präsent ist, geht im Wettbewerb unter. Das gilt auch für die Gewinnung von geeigneten Nachwuchskräften, denn Auszubildende suchen ihren zukünftigen Betrieb heutzutage eher auf Instagram oder TikTok.
Digitale Daten und KI als Wachstumstreiber
Ein Schwerpunkt des Tages widmete sich folgerichtig der Digitalisierung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Anhand eines praxisnahen Szenarios wurde illustriert, wie KI-Agenten künftig eigenständig Wartungsanfragen verarbeiten, Termine koordinieren, Kostenvoranschläge erstellen und Aufträge abwickeln können – ganz ohne menschliches Zutun. Der entscheidende Faktor dabei: Datenqualität und Vernetzung. Ein KI-Agent entscheidet nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Datenlage. Wer seine digitalen Strukturen heute entsprechend aufbaut – Website, Referenzen, Verlinkungen mit Herstellern, Buchungsfunktionen –, sichert sich morgen den Zugang zu qualifizierten Leads und automatisierten Prozessen.
Dabei betonte Dr. Eldar Sultanow, Experte für künstliche Intelligenz und digitale Transformation, in seinem Impulsvortrag: „Die KI-Zukunft ist kein Alleingang, sondern ein gemeinsamer Weg mit Kunden, Experten und externen Spezialisten.“ Denn die KI optimiere gute Systeme, ersetze aber keine stabilen Grundlagen.
Mehr Services, stärkere Kundenbindung
Ein weiterer Programmschwerpunkt war die Vorstellung des weiterentwickelten Somfy-Expertenprogramms, das spürbare Vorteile im Arbeitsalltag bietet: kostenlose Lieferungen ohne Mindestbestellwert, Rush Orders, eine priorisierte Expertenwarteschleife im Innendienst sowie ein technischer Vor-Ort-Service mit garantierter Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden. Ergänzt wird das Angebot durch eine verbesserte digitale Sichtbarkeit, personalisierbare Kampagnenmaterialien im eigens für Experten bereitgestellten Marketingportal, individuelle Kundenseminare der Somfy Akademie und zahlreiche weitere Vorteile.
Produktneuheiten und Solar-Roadmap: Somfy stellt klare Weichen
Auf Produktebene bietet Somfy TaHoma ein umfassendes Ökosystem für vernetzte Sonnenschutzlösungen und flexibel erweiterbare Smart-Home-Funktionen wie Beleuchtung und Heizung. Mit den neuen Multi-User- und Multi-Site-Funktionen des Smart Home Hubs TaHoma Switch setzt Somfy auf eine optimierte Nutzerfreundlichkeit und stärkere Kundenbindung. Denn bereits heute sind über eine Somfy TaHoma Switch im Schnitt 14 smarte Produkte eingebunden.
Darüber hinaus präsentierte das Unternehmen einen exklusiven Ausblick auf den ab Herbst 2026 verfügbaren neuen Oximo 2 50 WT. Der verdrahtete Antrieb überzeugt durch besonders leisen Lauf ohne Bremsgeräusche, Plug-&-Play-Modus mit automatischer Endlagenerkennung sowie flexible Einstellmöglichkeiten direkt über den Bedienpunkt. Auch die neue Objektlösung Somfy animeo Suite io für kleine bis mittlere Gewerbeprojekte mit bis zu 150 Antrieben befindet sich in der Pilotphase für den DACH-Markt; der offizielle Launch ist für Anfang 2027 geplant.
Einen strategischen Ausblick lieferte schließlich die Solar-Roadmap: Der DACH-Markt verzeichnet bereits über 500.000 verkaufte Solarmotoren jährlich. Somfy treibt die Erweiterung seines Solarprogramms für alle Anwendungsbereiche konsequent voran und hat die R+T 2027 dabei fest im Blick. Solarmotorisierung wird damit zunehmend vom Nischenprodukt zum Standard. Und das aus gutem Grund: Als stromautarke Lösung entfallen zeitaufwändige Abstimmungen mit anderen Gewerken, dabei funktionieren Solarantriebe genauso präzise und zuverlässig wie klassische Funkantriebe – unabhängig von Wetter und Tageszeit.
Den Abschluss der Tagung bildete ein lebhafter Austausch mit Experten auf der Bühne zum praktischen Einsatz der Somfy-Expert-Services und einem Live-Call mit einer KI-Assistentin, der für echte Begeisterung im Saal sorgte.
Starke Partnerschaften als entscheidender Erfolgsfaktor
Der Somfy Expertentag hat klar gezeigt: Die Branche steht vor tiefgreifenden Veränderungen, die zugleich erhebliche Chancen bieten. Klimawandel, Digitalisierung und demografischer Wandel begünstigen spezialisierte, digital sichtbare und gut vernetzte Fachbetriebe. Dabei liefert Somfy als strategischer Partner nicht nur innovative Produktlösungen, sondern legt im gemeinsamen Austausch mit dem Fachhandwerk die Grundlagen für langfristiges Wachstum.
Neben dem offiziellen Teil bot der erste Somfy Expertentag in Wien eine hervorragende Kulisse für spontane Begegnungen, intensive Gespräche und jede Menge Inspiration abseits der Bühne. So entwickelte sich schnell ein echtes Miteinander, und als der Abend in Fahrt kam, war auf der Tanzfläche kein Halten mehr.
Über Somfy
Somfy ist weltweit führend in der Antriebs- und Steuerungstechnik von Sonnenschutz- und Gebäudeöffnungssystemen. Als Pionier im Bereich Smart Home und Smart Building brachte Somfy 1969 den ersten Rohrmotor für Markisen auf den Markt und führte 2007 mit io-homecontrol eines der ersten bidirektionalen Funkprotokolle ein. Mit dem TaHoma-Ökosystem und der Initiative „So Open“ setzt das Unternehmen auf eine interoperable Smart-Home-Welt. Die Somfy Gruppe mit der Zentrale in Cluses, Frankreich, beschäftigt insgesamt 6.500 Mitarbeiter in rund 60 Ländern. Einer der Hauptmärkte ist die DACH-Region – in Deutschland (Rottenburg), Österreich (Elsbethen-Glasenbach) und der Schweiz (Bassersdorf) sind mehr als 420 Mitarbeiter tätig
www.somfy.at
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