Zu dieser Meldung gibt es: 3 Bilder
Der eDay Salzburg 2026 der Fachgruppe UBIT zeigte am 17. März an der Fachhochschule Salzburg eindrucksvoll: Digitalisierung ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie entscheidet heute über Wettbewerbsfähigkeit und Überleben. Unter dem Motto „Neue Wege. Neue Lösungen. Unsere digitale Zukunft“ diskutierten rund 300 Salzburger Unternehmer, Führungskräfte und Berater die zentralen Herausforderungen. Deutlich wurde: Künstliche Intelligenz, digitale Prozesse und neue Geschäftsmodelle verändern den Unternehmensalltag radikal und in immer schnellerem Tempo.

Wie gelingt die digitale Zukunft für KMUs?

Hansjörg Weitgasser, Fachgruppenobmann UBIT Salzburg, betont: „Digitalisierung ist kein reines Technologiethema, sondern ein Zusammenspiel von Menschen, Organisation und Prozessen. Viele Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an fehlender Struktur oder mangelnder Einbindung der Mitarbeitenden.“ Gleichzeitig wächst der Druck von außen: KMUs rücken zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen – oft mit unzureichenden Schutzmaßnahmen, aber hochsensiblen Daten. Wer Digitalisierung nicht ganzheitlich denkt, riskiert nicht nur Effizienzverluste, sondern auch massive Sicherheitslücken.

Klare Strategien statt digitaler Einzelmaßnahmen

Manuel Dorfer, Berufsgruppensprecher für Informationstechnologie der UBIT, erklärt: „Der eDay Salzburg 2026 überzeugte wieder einmal mit klaren Impulsen, Best Practices und umsetzbaren Lösungsansätzen, damit Salzburger Unternehmen den Digitalisierungsanforderungen souverän begegnen können. Denn tatsächlich reicht es längst nicht mehr, einzelne Tools einzuführen. Gefragt ist ein strategischer Zugang: von KI-gestützten Prozessen über IT-Sicherheit bis hin zu digitaler Verantwortung und Barrierefreiheit.“

Die Veranstaltung knüpfte an die Erfolge der vergangenen Jahre an und bot eine Plattform für Wissenstransfer und Vernetzung. „Die jährlich steigenden, hohen Anmeldezahlen zeigen uns, dass wir mit der Veranstaltung einen Nerv treffen und die Inhalte für die Unternehmen einen echten Mehrwert bieten“, sagt Bernhard Schulz, Organisator der Veranstaltung.

Digitalisierung, KI und Barrierefreiheit

Ein Schwerpunkt lag auf Künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit. Neben den Programmpunkten zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz rückten auch Risiken wie KI-gestützter Betrug und Datenschutzfragen. Klar wurde: KI bietet großes Potenzial, erfordert aber klare Strategien und verantwortungsvolle Nutzung.

KMUs: Höheres Cyber-Security-Risiko durch KI

Cyberangriffe nehmen weiter zu und werden durch KI immer raffinierter. Markus Kneissl-Stettner empfiehlt daher „gesundes Misstrauen“. Bereits einfache Maßnahmen wie das Vier-Augen-Prinzip oder Rückrufe bei Zahlungsanforderungen können Schäden verhindern. Besonders KMUs sind häufig Ziel solcher Angriffe. „In Konzernen gibt es eigene Security-Budgets. In KMU hat hingegen der laufende Betrieb meist Priorität, und oft fehlt es zusätzlich an klaren Zuständigkeiten. Das ist zwar verständlich – hilft jedoch nicht, wenn man ins Visier von Angreifern gerät“, so IT-Experte Gerald Eder. Er empfiehlt regelmäßige Investitionen in die eigene IT und die Festlegung klarer Verantwortlichkeiten.

DSGVO und KI als Schutzschild im KMU-Alltag

Martin Höck, IT-Experte und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Informationstechnologie, spricht auch das Spannungsfeld DSGVO und KI an. Was passiert mit Daten in KI-Tools, wenn Mitarbeitende Kundendaten sorglos in ChatGPT kopieren? Höck erklärt: „Die DSGVO verbietet KI nicht, aber sie verbietet Sorglosigkeit. Es gibt aber DSGVO-konforme Lösungen wie ChatGPT Enterprise und Copilot im Firmenkonto.“

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Baustein moderner Cybersecurity: Sie erkennt verdächtige Muster und Anomalien in Echtzeit und kann Angriffe frühzeitig abwehren. Gleichzeitig entsteht mit sogenannter „Shadow AI“ ein neues Risiko: Mitarbeitende nutzen eigenständig KI-Tools – oft ohne Freigabe oder Wissen der IT. Dadurch können sensible Unternehmensdaten unkontrolliert verarbeitet oder nach außen gelangen. Unternehmen stehen daher vor der Herausforderung, KI gezielt als Schutzmechanismus einzusetzen und gleichzeitig klare Richtlinien für deren Nutzung zu etablieren.

Barrierefreiheit und KI

Auch das Thema Barrierefreiheit war ein Schwerpunkt beim eDay Salzburg: Neben rechtlichen Anforderungen aus dem Barrierefreiheitsgesetz zeigt sich zunehmend auch das wirtschaftliche Potenzial: Barrierefreie Angebote erhöhen Reichweite und stärken die Markenwahrnehmung. Friedrich Maislinger ist auf barrierefreies Webdesign spezialisiert und betont: „Barrierefreiheit ist die Voraussetzung für digitale Teilhabe. Das Gesetz verlangt klar strukturierte, verständliche und für alle bedienbare Websites – von Alternativtexten bis zur vollständigen Tastaturnutzung. Dabei geht es längst nicht nur um Menschen mit Handicap, sondern ebenso um mobile Nutzer und eine älter werdende Gesellschaft.“ Gleichzeitig kann Barrierefreiheit die Cybersecurity Anforderungen gefährden. Cybersecurity-Experte Mario Friedl betont: „Barrierefreiheit und IT-Sicherheit verfolgen unterschiedliche Ziele – die Herausforderung besteht darin, Systeme so zu gestalten, dass sie für alle zugänglich bleiben, ohne neue Angriffsflächen zu schaffen.“

UBIT als Impulsgeber für die digitale Transformation

„Der eDay Salzburg 2026 hat einmal mehr gezeigt: Die digitale Transformation bietet enorme Chancen für Unternehmen – vorausgesetzt, sie wird ganzheitlich umgesetzt. Ein besonderer Dank gilt allen Organisatoren und Vortragenden, die mit ihrem Engagement und ihrer Expertise maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben“, sagt Fachgruppenobmann Hansjörg Weitgasser.




Rückfragen an:

Mick Weinberger

burn communications GmbH

member of ikp-group

 

Strubergasse 26, 5020 Salzburg

mick.weinberger@burn-communications.at
Mobile: +43 699 10663258

Kontakt

burn communications Salzburg MW

Mag. Mick Weinberger 

burn communications GmbH

member of ikp-group

Strubergasse 26, 5020 Salzburg

+4369910663258

mick.weinberger@burn-communications.at

Alle Inhalte dieser Meldung als .zip:

Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder (3)

eDay Salzburg  2026
4 724 x 3 149 © @Kollarik
eDay Salzburg  2026
4 724 x 3 149 © @Kollarik
eDay Salzburg  2026
4 724 x 3 149 © @Kollarik