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  • Europäische Start-ups erhielten 2025 rund 62 Milliarden Euro Risikokapital – etwas mehr als im Vorjahr, aber weiterhin deutlich unter den Rekordjahren 2021 und 2022
  • Europaweit wurden 2025 rund 7.738 Finanzierungsrunden gezählt – 16 Prozent weniger als 2024 und damit der zweite Rückgang in Folge
  • Europas Start-up-Wachstumstreiber 2025: KI dominiert, DefenceTech boomt, ClimateTech bleibt zentral
  • Vereinigtes Königreich bleibt Europas wichtigster Start-up-Standort vor Deutschland und Frankreich
  • Österreich verzeichnet 2025 ein schwaches Jahr und rutscht mit 253 Millionen Euro von Platz 15 auf Platz 20 zurück
  • Städtevergleich: London dominiert – Wien vor allem beim Volumen abgeschlagen
  • BIP-bereinigte Analyse zeigt klare Unterfinanzierung: Österreich erhält nur rund 17 Prozent jener Investitionen, die seinem wirtschaftlichen Gewicht in Europa entsprechen würde
  • 2026 startet Österreich außergewöhnlich stark: Bereits rund 200 Millionen Euro Venture Capital in den ersten beiden Monaten entsprechen 80 Prozent des Gesamtjahres 2025
  • Im europäischen Vergleich verbessert sich Österreich beim Jahresstart 2026 auf Platz 12 beim Investitionsvolumen – deutlich höhere Dynamik als im Vorjahr

Wien, 25. März 2026. Start-ups in Europa erhielten im Jahr 2025 insgesamt fast 62 Milliarden Euro Risikokapital. Damit liegt das Investitionsvolumen zwar deutlich unter den Rekordwerten der Boomjahre 2021 und 2022, als 88 beziehungsweise 75 Milliarden Euro investiert wurden, zeigt aber zugleich eine klare Stabilisierung: Zum zweiten Mal in Folge übertrifft die investierte Summe den Vorjahreswert und deutet darauf hin, dass sich der europäische Start-up-Finanzierungsmarkt nach einem deutlichen Abschwung wieder auf einem hohen Niveau einpendelt. Trotz dieser Erholung bleibt die Finanzierung europäischer Start-ups jedoch unter dem historischen Spitzenwert, und der Markt zeigt ein verändertes Gesicht: Investor:innen agieren selektiver, prüfen intensiver, Finanzierungsprozesse dauern länger und Kapital fließt zunehmend in weniger, dafür aber deutlich größere Runden.

Einen deutlichen Rückgang gab es hingegen bei der Anzahl der Finanzierungsrunden. Diese erreichte 2025 mit 7.738 Abschlüssen nur den fünft­höchsten Wert im Untersuchungszeitraum der letzten neun Jahre und verzeichnete im zweiten Jahr in Folge einen Rückgang. Gegenüber 2024, als europaweit noch 9.256 Abschlüsse gezählt wurden, entspricht dies einem Minus von rund 16 Prozent.

Das sind die Ergebnisse des European Start-up-Barometer 2025 der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Die Studie basiert auf einer Analyse der Investitionen in europäische Start-ups. Als Start-ups werden dabei Unternehmen gewertet, die nicht älter als zehn Jahre sind.

„Der europäische Venture-Capital-Markt hat sich 2025 spürbar verändert“, sagt Florian Haas, Head of Start-up bei EY Österreich. „Die Zahl der Finanzierungsrunden ist rückläufig, während die durchschnittlichen Tickets deutlich steigen. Das zeigt, wie selektiv der Markt geworden ist: Investor:innen bündeln ihr Kapital, fokussieren sich stärker auf substanzielle Geschäftsmodelle und bevorzugen Unternehmen, die robuste Fundamentaldaten und klare Skalierungsperspektiven vorweisen können. 2025 war damit ein Jahr der Neuordnung und der bewussten Rückkehr zu Qualität. Kapital fließt wieder – aber unter neuen Bedingungen, mit strengeren Anforderungen und klareren Prioritäten.“

„Wir sehen deutlich, dass Investor:innen inzwischen mehr Substanz verlangen“, ergänzt Haas. „Entscheidend ist, ob Start-ups Effizienz gezeigt, ihre Kostenstrukturen verbessert und überzeugende Unit Economics aufgebaut haben. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, erhält weiterhin Zugang zu großem Wachstumskapital – doch der Wettbewerb um große Tickets ist intensiver geworden. 2025 markiert den Beginn einer neuen Phase, in der Professionalität, operative Exzellenz und messbare Fortschritte über den Finanzierungserfolg entscheiden.“

Vor diesem Hintergrund rückt auch die Frage in den Fokus, wie politische Rahmenbedingungen Gründungen und Skalierung in Europa erleichtern können.

„Mit der EU Inc setzt die Europäische Kommission ein starkes Signal für ein moderneres und weniger fragmentiertes Gründungsumfeld in Europa“, sagt Haas. „Wenn Gründungen europaweit in 48 Stunden möglich werden und einheitliche Standards die Expansion vereinfachen, profitieren Gründer:innen und Investor:innen gleichermaßen. Für Länder wie Österreich, die strukturell unterfinanziert sind, kann die EU Inc ein wichtiger Hebel sein, um Wachstum im Land zu halten und internationale Skalierung zu erleichtern.“

Europas Start-up-Wachstumstreiber 2025: KI dominiert, DefenceTech boomt, ClimateTech bleibt zentral
Bei den Investitionsschwerpunkten 2025 steht an erster Stelle die Künstliche Intelligenz, die im Jahr 2025 zum dominierenden Treiber des europäischen Risikokapitals geworden ist. Rund um Unternehmen wie Mistral AI, Nscale, Isomorphic Labs, PhysicsX oder Parloa flossen Milliardenbeträge – ein Niveau, das frühere Rekordphasen in einzelnen Branchen deutlich übertrifft. KI ist damit nicht mehr nur ein Zukunftsthema, sondern die zentrale Säule europäischer Wachstumsfinanzierung, getragen von massiver Nachfrage aus Industrie, Forschung und staatlichen Innovationsprogrammen.

Gleichzeitig erlebt DefenceTech und Dual-Use-Technologie einen bemerkenswerten Aufstieg. Unternehmen wie Helsing, Isar Aerospace oder Quantum Systems zeigen, wie stark sicherheitstechnologische Innovationen durch geopolitische Spannungen, veränderte Bedrohungslagen und europäische Souveränitätsbestrebungen an Bedeutung gewonnen haben. Der Sektor vereint technologische Tiefe mit unmittelbarer politischer Relevanz und avanciert zunehmend zu einem Magneten für internationales Kapital.

Auch der Bereich ClimateTech und EnergyTech wächst weiterhin dynamisch. Länder wie Schweden, die Niederlande und Deutschland treiben Investitionen in Dekarbonisierung, Netzinfrastruktur, nachhaltige Energielösungen und klimarelevante DeepTech-Innovationen voran. Zwar ist die Wachstumsrate im Vergleich zu den überhitzten Boomjahren etwas abgeflacht, doch ClimateTech bleibt ein zentrales Zukunftsvertical, das von der anhaltenden Energiewende, steigenden Effizienzanforderungen und massiver industrieller Transformation getragen wird. Die Nachfrage nach Lösungen für Energieeffizienz, Emissionsreduktion und klimaneutrale Produktion sorgt dafür, dass das Segment zu den strukturell stabilsten Wachstumstreibern Europas gehört.

„Wenn man die großen Finanzierungsrunden des Jahres 2025 betrachtet, erkennt man einen klaren Schwerpunkt: KI, DefenceTech und ClimateTech sind die Wachstumsachsen Europas“, sagt Haas. „Das Kapital fließt dorthin, wo technologische Tiefe, internationale Skalierung und langfristige strategische Relevanz zusammenkommen. Diese Verticals prägen nicht nur die aktuelle Finanzierungslandschaft, sondern werden Europas wirtschaftliche und technologische Position in den kommenden Jahren entscheidend mitbestimmen.“ 

Vereinigtes Königreich bleibt Europas wichtigster Start-up-Standort
Das Vereinigte Königreich ist auch im Jahr 2025 der wichtigste und zugleich reifste Start-up-Standort Europas. Trotz Rückgängen vereint der britische Markt mit rund 19 Milliarden Euro Volumen (-9 %) und insgesamt 2.338 Finanzierungsrunden (-21 %) mehr Investitionen und Volumen auf sich als Deutschland und Frankreich zusammen. Der Standort profitiert dabei von einer ausgeprägten Dichte an internationalen Investor:innen, einem starken Universitäts- und Forschungsumfeld, konsequenten Scale-up-Programmen und einer seit Jahren etablierten Rolle als europäisches FinTech-, DeepTech- und KI-Zentrum. Das durchschnittliche Dealvolumen liegt mit rund 8,2 Millionen Euro pro Runde mit veröffentlichtem Volumen auf einem deutlich höheren Niveau als in vielen anderen europäischen Märkten und signalisiert, dass Großbritannien auch im Jahr 2025 eine einzigartige Kapitaltiefe im europäischen Kontext bietet.

Deutschland folgt mit rund 8,4 Milliarden Euro Volumen (+19 %) und 716 registrierten Finanzierungsrunden (-6 %) an zweiter Stelle. Besonders bemerkenswert ist hier der deutliche Anstieg der durchschnittlichen Dealgröße auf 11,7 Millionen Euro, was Ausdruck einer zunehmenden Spezialisierung, wachsender Investorentiefe und eines verbesserten Übergangs von Start-ups in die Scale-up-Phase ist. Frankreich nimmt mit 7,4 Milliarden Euro (-5 %) und 618 Finanzierungsrunden (-15 %) den dritten Platz ein und bleibt einer der führenden europäischen Standorte, insbesondere in den Bereichen KI, DefenceTech, Life Sciences und CleanTech. Auch mittelgroße, aber hochkapitalisierte Ökosysteme wie die Niederlande und die Schweiz, die rund 4,5 bzw. 3,5 Milliarden Euro an Investitionen verzeichnen, zeigen denselben Trend: weniger, dafür erheblich größere Runden, getragen von internationalen Growth-Investor:innen und spezialisierten Fonds, die zunehmend in Europa aktiv sind.

„Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie stark sich die europäischen Start-up-Ökosysteme in Richtung größerer und kapitalkräftiger Finanzierungsrunden verschieben. Investor:innen konzentrieren sich zunehmend auf Unternehmen, die bereits tragfähige Geschäftsmodelle, echte Internationalisierungspotenziale und klare Skalierungspfade vorweisen können“, so Haas.

Österreich im europäischen Vergleich: viele Deals, wenig Kapital, sehr niedrige Durchschnittstickets
Im Vergleich dazu zeigt sich Österreich als aktives, aber deutlich kapitalärmeres Ökosystem. Mit 253 Millionen Euro Finanzierungsvolumen und einem Rückgang um 56 Prozent rutscht Österreich im Jahr 2025 von Platz 15 auf Platz 20 im europäischen Volumenranking zurück. Wesentlich besser ist Österreichs Position im Europa-Vergleich der Anzahl der Runden: 148 Finanzierungsrunden bedeuten Platz 13. Das strukturelle Problem zeigt sich jedoch bei der Kapitaltiefe: Das durchschnittliche Finanzierungsvolumen beträgt lediglich rund zwei Millionen Euro und liegt damit um den Faktor sechs bis acht unter den führenden Märkten Europas.

Während in Deutschland und Frankreich typische Runden bei rund zwölf Millionen Euro und im Vereinigten Königreich bei 8,2 Millionen Euro liegen, erreichen österreichische Start-ups vielfach nur Kleinst- und frühe Wachstumsfinanzierungen. Wachstumsrunden in zweistelliger Millionenhöhe sind selten und bewegen sich selbst im oberen Segment meist weit unter den europäischen Spitzenwerten. Besonders in späteren Phasen weichen österreichische Start-ups daher zunehmend auf internationale Kapitalmärkte aus – nicht aus strategischen Gründen, sondern weil die Kapitaltiefe im Inland nicht ausreicht.

Ein zusätzlicher Blick auf Märkte mit ähnlicher Wirtschaftsleistung wie Österreich unterstreicht diese strukturelle Schwäche. In Finnland (8,5 Millionen Euro), Dänemark und Belgien (jeweils 6,4 Millionen Euro) lag die durchschnittliche Ticket-Größe beim Drei- bis Fünffachen von Österreich.

Diese Beispiele zeigen, dass selbst kleinere Ökosysteme mit ähnlicher Wirtschaftsleistung ein höheres Maß an Wachstumskapital mobilisieren können als Österreich. Auffällig dabei ist, dass sich Österreich teilweise gegen den europäischen Trend entwickelt hat. Während in vielen europäischen Start-up-Märkten weniger, dafür größere Finanzierungsrunden stattfinden, zeigt sich in Österreich ein anderes Bild: Die Zahl der Deals bleibt vergleichsweise hoch, die einzelnen Finanzierungsrunden fallen jedoch deutlich kleiner aus.

„Österreich hat ein aktives Gründungsumfeld, aber die Kapitaltiefe bleibt weiterhin deutlich zu gering“, analysiert Haas. „Die Zahl der Deals ist solide, aber die Runden selbst sind viel zu klein, um international mithalten zu können. Für echte Skalierung braucht es mehr Wachstumskapital, insbesondere in späteren Phasen. Es ist kein Mangel an Ideen, sondern ein Mangel an Kapitalgröße, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit begrenzt.“

Städtevergleich: London dominiert – Wien vor allem beim Volumen abgeschlagen
Ein Blick auf die wichtigsten europäischen Start-up-Städte zeigt ein deutliches Gefälle in der Dynamik und Kapitalstärke der Ökosysteme. London bleibt 2025 unangefochtener Spitzenreiter: Mit 1.304 Finanzierungsrunden wurden dort fast so viele Deals gezählt wie in Deutschland und Frankreich zusammen, trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr. Dahinter rangiert das Pariser Île-de-France-Ökosystem mit 347 Runden, gefolgt von Berlin mit 218 Abschlüssen. Auch Amsterdam, Barcelona, Stockholm und Dublin bleiben zentrale Hotspots, die hohe Dealzahlen mit wachsender Kapitaltiefe verbinden.

Beim Finanzierungsvolumen zeigt sich ein ähnliches Bild: London vereint mit rund 14 Milliarden Euro mehr Risikokapital auf sich als Paris, Berlin, München und Amsterdam zusammen. Paris liegt mit 5,5 Milliarden Euro ebenfalls deutlich über dem europäischen Durchschnitt, gefolgt von Berlin und München, die beide Milliardenbeträge mobilisieren.

Wien liegt im europäischen Städteranking deutlich weiter hinten. Mit 86 Finanzierungsrunden rangiert die österreichische Hauptstadt auf Platz 15. Beim Finanzierungsvolumen – 179 Millionen Euro – belegt Wien sogar nur den 54. Platz, was zeigt, dass der Standort zwar eine aktive Gründungsszene, aber weiterhin eine sehr geringe Kapitaltiefe aufweist.

„Europa konzentriert sein Wachstumskapital immer stärker auf einige wenige große Hotspots“, führt Haas aus. „Städte wie London, Paris oder Berlin ziehen Milliarden an – und Wien kann bei dieser Kapitalintensität derzeit nicht mithalten. Unsere Start-up-Szene ist aktiv und international vernetzt, aber ohne größere Volumina wird Wien langfristig kaum Chancen haben, im europäischen Städteranking nach vorne zu kommen. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, mehr internationale Fonds und größere Tickets nach Österreich zu holen.“

Convex-Gruppe aus UK bekommt größte europäische Finanzierungsrunde 2025
Auch die größte Finanzierungsrunde des Jahres fand in Großbritannien statt: Die Convex Group sammelte rund 1,9 Milliarden Euro ein, das französische KI-Vorzeigeunternehmen Mistral AI erhielt 1,7 Milliarden Euro, das türkische Gaming-Unternehmen Dream Games 1,1 Milliarden Euro. Nscale in London erreichte 977 Millionen Euro, während Your.World in den Niederlanden rund 800 Millionen Euro erhielt. Auch deutsche Scale-ups wie Helsing und Green Flexibility erreichten dreistellige Millionenbeträge und zeigen, dass internationale Fonds in Europa bereit sind, sehr große Tickets zu vergeben.

Im europäischen Gesamtranking der größten Finanzierungsrunden liegt Österreich nicht unter den Top 50. Die größten heimischen Runden des Jahres – Refurbed mit rund 50 Millionen Euro sowie Enspired und Emmi AI mit jeweils rund 15 Millionen Euro – liegen um ein Vielfaches unter den europäischen Topdeals und verdeutlichen die strukturelle Lücke. Die größte österreichische Runde des Jahres ist zwar ein positives Signal für den Standort, bewegt sich aber in Relation zu den europäischen Spitzenrunden in einer völlig anderen Größenordnung: Während europäische Topunternehmen Finanzierungsrunden im Milliarden- oder hohen dreistelligen Millionenbereich abschließen, bleiben österreichische Spitzenfinanzierungen auf dem Niveau einzelner mittelgroßer europäischer Deals.

„Wenn die größten europäischen Deals Milliardenbeträge bewegen und Österreichs Top-Runde bei 50 Millionen Euro liegt, zeigt das die strukturelle Lücke deutlich“, ordnet Haas ein. „Österreich ist im europäischen Vergleich bei Wachstumsfinanzierungen nicht ausreichend wettbewerbsfähig. Das ist kein Gründungsproblem, sondern ein Kapitalproblem. Erfolgreiche Unternehmen müssen oft schon in frühen Phasen international finanzieren, weil sie im Inland nicht jene Kapitalgrößen finden, die für Scale-ups notwendig sind.“

Struktureller Befund: Österreich erhält nur ein Sechstel seines BIP-bedingten Kapital-Potenzials für Start-ups
Ein Vergleich mit dem europäischen Gesamtmarkt macht deutlich, dass Österreich im Bereich der Wachstumsfinanzierung erheblich unter seinem wirtschaftlichen Potenzial bleibt. Obwohl Österreich rund 2,7 Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung erwirtschaftet, flossen 2025 lediglich etwa 0,4 Prozent der gesamteuropäischen Venture-Capital-Investitionen in den Standort. Auf Basis seines BIP-Anteils müsste Österreich jährlich rund 1,5 Milliarden Euro Wachstumskapital anziehen, tatsächlich waren es 2025 jedoch nur 253 Millionen Euro – also nur rund 17 Prozent des theoretisch erwartbaren Niveaus. Damit erhält Österreich nur ein Sechstel jenes Kapitalvolumens, das seiner ökonomischen Bedeutung in Europa entsprechen würde, und fällt im internationalen Wettbewerb um Skalierungsfinanzierungen strukturell zurück.

„Ohne ausreichend Wachstumskapital wandern Start-ups früher oder später in größere Märkte oder zu internationalen Investor:innen ab. Wir haben starke Gründerteams – aber ohne Kapitalgröße können sie ihr Potenzial nicht am heimischen Markt entfalten“, sagt Florian Haas.

Jahresstart 2026 bringt Erholung für den österreichischen VC-Markt
Der Jahresstart 2026 brachte hingegen eine spürbare Erholung für österreichische Start-up-Finanzierungen. Bereits in den ersten beiden Monaten wurden rund 200 Millionen Euro in österreichische Start-ups investiert. Damit erreicht der Markt schon früh im Jahr rund 80 Prozent des gesamten Investitionsvolumens von 2025 und zeigt eine Dynamik, die im Vorjahr ausgeblieben war.

Auch im europäischen Vergleich fällt dieser Aufschwung positiv auf. Österreich liegt beim Volumen aktuell auf Platz 12 der europäischen Märkte und damit deutlich besser als im Gesamtjahr 2025 mit Platz 20.

„Der Jahresstart 2026 ist für das österreichische Start-up-Ökosystem bemerkenswert stark ausgefallen“, zieht Florian Haas Bilanz. „Das erste Quartal könnte zum stärksten seit Jahren werden. Jetzt wird entscheidend sein, ob diese Erholung nachhaltig ist und ob es gelingt, größere Wachstumsfinanzierungen künftig stärker im Land zu halten.“

EY im Überblick

EY* ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsorganisationen in Österreich. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.500 Mitarbeiter:innen an fünf Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 255 Millionen Euro. Gemeinsam mit den insgesamt über 400.000 Mitarbeiter:innen der internationalen EY-Organisation betreut EY Kund:innen überall auf der Welt.

EY bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Unternehmensberatung sowie Strategie- und Transaktionsberatung.

*Der Name EY bezieht sich in diesem Profil auf alle österreichischen Mitgliedsunternehmen von Ernst &Young Global Limited (EYG), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht. Jedes EYG Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen.

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Bettina Loidhold
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Florian Haas, EY Österreich
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